Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat die Europameisterschaft 2026 mit einem 30:27-Sieg gegen Österreich begonnen. Vor 5820 Zuschauern in Herning zeigte das Team eine starke Abwehrleistung, während das Offensivspiel Raum für Verbesserungen lässt. Kapitän Johannes Golla wurde als bester Spieler ausgezeichnet.
In Herning, Dänemark, hat die DHB-Auswahl unter Bundestrainer Alfred Gislason den Auftakt der Handball-EM 2026 gegen Österreich mit 30:27 (12:8) gewonnen. Das Spiel begann mit einer dominanten deutschen Abwehr, die den Gegner in der ersten Halbzeit auf nur acht Tore beschränkte. Torhüter Andreas Wolff parierte zwölf Würfe und hielt einen entscheidenden Siebenmeter in der Schlussphase.
Kapitän Johannes Golla erzielte sieben Tore und wurde als „Player of the Match“ geehrt. Lukas Zerbe verwandelte einen Siebenmeter zum 28:25, und Renars Uscins sicherte mit einem Kempatrick-Tor zum 29:25 den Sieg. Juri Knorr und Miro Schluroff brachten frischen Schwung ins Angriffsspiel. Trotz einer Aufholjagd Österreichs auf 27:25 in der 57. Minute stabilisierte sich Deutschland und siegte mit einem 0:3-Lauf am Ende.
Vorher hatte Wolff Österreichs Stil als „Anti-Handball“ kritisiert, was das Geduldsspiel unterstrich. Gislason lobte die Abwehr: „Sie war überragend, sie macht mir Spaß.“ Zerbe resümierte: „Ein typisches erstes Spiel mit vielen Wellen.“ Österreichs Lukas Hutecek sah Positives: „Wir haben gesehen, dass wir mit den Top-Nationen auf Augenhöhe spielen.“
Rune Dahmke wurde kurzfristig aus dem Kader gestrichen, Nils Lichtlein fehlte verletzt. Die Arena war nur mäßig gefüllt, der Oberrang leer. Nächste Gegner: Serbien am Samstag und Spanien am Montag in Gruppe A.