Die deutschen Handballer haben bei der EM 2026 ein historisches Vorrundenaus abgewendet und Spanien mit 34:32 besiegt. Als Gruppensieger ziehen sie mit maximaler Punkteausbeute in die Hauptrunde ein. Bundestrainer Alfred Gislason lobte seine Mannschaft als erleichtert und stolz.
In Herning, Dänemark, lieferten die deutschen Handballer am Montagabend eine starke Reaktion auf die 27:30-Niederlage gegen Serbien ab. Dank des 26:25-Siegs Österreichs über Serbien reichte ein Remis gegen Spanien zum Weiterkommen, doch das DHB-Team setzte sich mit 34:32 (17:15) durch und wurde Gruppensieger. Vor 9.526 Zuschauern, darunter über 8.000 Deutsche, sorgten sie für Heimspielatmosphäre in der Jyske Bank Boxen.
Vor Spielbeginn hielten beide Teams eine Schweigeminute für die Opfer des Zugunglücks in Spanien, bei dem mindestens 39 Menschen starben und über 159 verletzt wurden. Die Initiative kam von der spanischen Delegation.
Deutschland startete bissig in der Abwehr mit Johannes Golla und Tom Kiesler im Mittelblock. Torwart Andreas Wolff parierte entscheidende Würfe, obwohl er nicht seinen besten Tag hatte. Renārs Uščins glänzte mit acht Toren und wurde Spieler des Spiels, unterstützt von Justus Fischer (fünf Treffer) und Julian Köster (sechs). Nach 40 Minuten wechselte Gislason zu David Späth ins Tor, der wichtige Paraden hielt. Ein Kempa-Trick von Lukas Mertens zu Uščins sicherte in der 51. Minute den 29:26-Vorsprung.
Nach der Serbien-Pleite hatte Juri Knorr den Trainer kritisiert, doch Knorr dirigierte die Angriffe und Gislason diskutierte entspannt mit ihm. Die Effizienz betrug 74 Prozent, mit Tempo und wenigen Fehlern.
Gislason umarmte seine Spieler: „Ich bin erleichtert und stolz auf die Jungs. Angriff und Abwehr waren überragend.“ Kapitän Golla sagte: „Wir haben an uns geglaubt, viele Dinge besprochen und es heute umgesetzt. Jetzt geht es hammerhart weiter.“
In der Hauptrunde trifft Deutschland am Donnerstag als Gruppenerster auf den Sieger der Gruppe B (Dänemark oder Portugal), dann auf Frankreich und Norwegen. Das Halbfinale ist das EM-Ziel des DHB.