Die deutschen Handballer sind mit zwei Punkten in die EM-Hauptrunde eingezogen und stoßen dort auf eine Todesgruppe. Erster Gegner ist am Donnerstag Portugal, das Dänemark sensationell besiegt hat. Die Partien gegen Norwegen, Dänemark und Frankreich versprechen spannende Duelle in Herning.
Nach dem 34:32-Sieg gegen Spanien haben die deutschen Handballer die Hauptrunde der Europameisterschaft erreicht und atmen auf. „Wir standen kurz vorm Debakel“, sagte Renars Uscins, der mit acht Toren gegen Spanien überzeugte und seine Form zurückgewann. Die Mannschaft zeigte verbesserte Angriffs- und Abwehrleistungen, gelobt von Torhüter Andreas Wolff, der Justus Fischer als starken Ersatz für Kapitän Johannes Golla hervorhob.
Der sensationelle 31:29-Erfolg Portugals gegen Gastgeber Dänemark am Dienstagabend in Herning verändert den Hauptrundenplan. Statt Dänemark trifft Deutschland nun zuerst auf Portugal, das mit den Deutschen und Frankreich 2:0-Punkte mitbringt. Norwegen, Dänemark und Spanien starten punktelos. „Eine tolle Leistung der Portugiesen, das macht unsere Hauptrundengruppe zur absoluten Todesgruppe“, erklärte Teammanager Benjamin Chatton.
Der Spielplan in der Jyske Bank Boxen: Donnerstag gegen Portugal um 15:30 Uhr (ARD), Samstag gegen Norwegen um 20:30 Uhr (ZDF), Montag gegen Dänemark um 20:30 Uhr (ARD) und Mittwoch gegen Titelverteidiger Frankreich um 18:00 Uhr (ZDF). Die zwei besten Teams ziehen ins Halbfinale ein. Das Spanien-Spiel erreichte 7 Millionen Zuschauer mit 26,7 Prozent Marktanteil, was TV-Sender und EHF freut. Ticketnachfrage in Herning stieg; Samstag ist ausverkauft, Restkarten ab 199 Euro verfügbar.
Bundestrainer Alfred Gislason ist erleichtert: „Ich bin sehr, sehr glücklich.“ Er hat Kritik angenommen und mit Juri Knorr gesprochen, der den offenen Umgang lobte. Verletzungs-Updates: Rune Dahmke (Wade) und Lukas Zerbe (Krampf) stehen Donnerstag bereit, wie Chatton bestätigte. ARD und ZDF sichern EM-Rechte bis 2030.