Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat im EM-Halbfinale Kroatien mit 31:28 besiegt und steht nun im Finale gegen Dänemark. Nach einer starken zweiten Halbzeit sicherte eine überragende Abwehr den Sieg. Das Endspiel findet am Sonntag in Herning statt.
Zehn Jahre nach dem EM-Triumph in Krakau steht die deutsche Handballer-Nationalmannschaft wieder im Finale der Europameisterschaft. Im Halbfinale in Herning besiegte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason den Vizeweltmeister Kroatien mit 31:28 (17:15). Bester Werfer war Lukas Zerbe mit sechs Toren vom THW Kiel.
Das Spiel begann ausgeglichen, mit einem Wechselspiel bis 17:15 zur Pause. Nach der Pause dominierte die deutsche Abwehr: Ein 7:1-Lauf führte zu einem Vorsprung von 22:16 in der 37. Minute. Torhüter Andreas Wolff parierte 13 Würfe und wurde zum 'Player of the Match' ernannt. Justus Fischer blockte drei Würfe in einem Angriff und war ein Schlüsselspieler in der Defensive.
Juri Knorr betonte: „Die Abwehr war der Schlüssel für diesen Sieg. Wir sind bereit für Dänemark.“ Gislason lobte: „Wir gehen mit breiter Brust ins Finale und brauchen ein perfektes Spiel.“ Der letzte Pflichtspielsieg gegen Dänemark liegt zehn Jahre zurück; zuletzt gab es Niederlagen, darunter im Olympia-Finale 2024 (26:39).
Dänemark qualifizierte sich mit einem 31:28-Sieg gegen Island für das Finale am 1. Februar um 18 Uhr (ZDF und Dyn). Für Silber sind den Spielern bereits 24.000 Euro Prämie sicher, für Gold 32.000 Euro. Eine Feier ist im Café HumleChok in Silkeborg geplant, gefolgt von einer Party in Deutschland.
Die Mannschaft hat in diesem Turnier an Stabilität gewonnen und zeigt nun Titelambitionen. Kroatiens Trainer Dagur Sigurdsson, einst DHB-Coach, kritisierte vorab die Organisation, doch das Spiel blieb fair.