Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der EM 2026 in der Hauptrunde mit 26:31 gegen Gastgeber Dänemark verloren und den ersten Matchball für das Halbfinale verpasst. Ein Remis hätte für den Einzug gereicht, doch nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit zogen die Dänen davon. Nun hängt der Halbfinaleinzug vom Spiel gegen Frankreich am Mittwoch ab.
In der Jyske Bank Boxen in Herning boten die deutschen Handballer dem Weltmeister Dänemark lange Widerstand. Das Spiel stand bis zur 35. Minute ausgeglichen (13:13), doch dann nutzten Stars wie Mathias Gidsel und Simon Pytlick eine doppelte Überzahl und setzten sich mit einem 6:1-Lauf auf 23:16 ab. Renārs Uščins erzielte für Deutschland sechs Tore, während der dänische Torhüter Emil Nielsen mit 14 Paraden zum „Player of the Match“ gekürt wurde.
Überraschend startete Bundestrainer Alfred Gíslason mit David Späth im Tor statt Andreas Wolff, der erst in der Schlussphase eingewechselt wurde. Außenspieler Lukas Zerbe und Lukas Mertens saßen wegen Muskelverhärtungen auf der Bank; stattdessen kamen Matthes Langhoff und Mathis Häseler zum Einsatz. Gíslason erklärte: „Das war so abgesprochen. Andi war gegen die Dänen zuletzt nicht gut, und wir wollten die Last verteilen.“ Die deutsche Abwehr zeigte starke Leistung, scheiterte aber in der zweiten Hälfte an Nielsen.
Kapitän Johannes Golla sagte: „Es ist natürlich auch kein Weltuntergang, dass wir hier gegen Dänemark verlieren. Wir hätten durch ein paar Fehler weniger besser aussehen können.“ Juri Knorr blickte voraus: „Wir werden bereit sein. Wir haben noch eine Chance.“ Dank des 32:36-Siegs Spaniens gegen Frankreich reicht gegen die Titelverteidiger am Mittwoch ein Unentschieden für die Vorschlussrunde. Der Top-Sechs-Platz ist bereits sicher. Dänemark bleibt in der Gruppe I an der Spitze und ist fürs Halbfinale qualifiziert.