Die schwedische Männer-Handballnationalmannschaft kam von hinten auf und gewann 35:31 gegen Slowenien in der EM-Hauptphase in Malmö, was sie an die Spitze von Gruppe 2 mit vier Siegen in Folge bringt. Das Match war ein Schlüsseltest nach einem langsamen Start, doch eine starke zweite Halbzeit sicherte die Punkte. Nächster Gegner ist Island am Sonntag.
Die schwedische Männer-Handballnationalmannschaft sicherte sich einen entscheidenden Sieg gegen Slowenien, 35:31, im ersten Hauptrundenspiel der EM, das in der Malmö Arena vor etwa 7.745 Zuschauern stattfand. Das Spiel begann langsam für Schweden, die in den ersten acht Minuten nur ein Tor erzielten und zur Halbzeit mit 15:13 zurücklagen dank des effizienten Spiels Sloweniens und der Paraden des Torwarts Joze Baznik. Andreas Palicka lieferte eine herausragende Leistung im schwedischen Tor in der ersten Halbzeit, aber es reichte nicht, um das Defizit zu vermeiden. In der zweiten Hälfte brachte Cheftrainer Michael Apelgren Mikael Appelgren ins Tor, der mehrere Paraden in Folge machte. Schweden übernahm erstmals nach 34 Minuten die Führung mit 16:15 und gab sie nie mehr ab. Hampus Wanne erzielte fünf Tore in der ersten Halbzeit, während der junge Star Nikola Roganovic von HK Malmö begrenzte Einsatzzeit hatte, aber Strafwürfe sicher verwandelte. Felix Claar kommentierte die Wende: «In der Halbzeit hat es sich nicht gut angefühlt. Es fühlte sich an, als wären wir mit einem ganz anderen Drive herausgekommen. Wir haben in der zweiten Hälfte kontert.» Der Sieg bringt Schweden vier Punkte und die alleinige Führung in Gruppe 2 nach Kroatiens früherem Sieg gegen Island am selben Tag. Die Gruppe umfasst auch Ungarn und die Schweiz. Nächste Spiele sind Island am Sonntag um 18:00 Uhr, Ungarn am Dienstag um 20:30 Uhr und die Schweiz am Mittwoch um 20:30 Uhr. Die zwei besten Teams ziehen in die Halbfinals in Herning, Dänemark, nächsten Freitag ein. Vor dem Match wurde Handball-Ikone Per Carlén, der gegen Krebs kämpft, mit standing Ovation geehrt. Carlén war emotional: «Fantastisch. Es ist hart, es ist hart.» Claar blickt auf das Island-Duell: «Wir müssen einen guten Spielplan haben, um weiterzukommen.»