Im Handball-EM-Eröffnungsspiel in der Malmö Arena führte der 19-jährige Nikola Roganovic von HK Malmö Schweden zu einem überzeugenden 36:31-Sieg gegen die Niederlande mit sieben Toren aus sieben Würfen. Der einheimische Talent wurde nach seinem beeindruckenden Debüt als neuer Zlatan Ibrahimovic gefeiert. Das Spiel zog ein volles Haus an und schuf eine blau-gelbe Feststimmung.
Die Handball-EM begann am 17. Januar in der Malmö Arena mit einem spannenden Auftakt in Gruppe E zwischen Schweden und den Niederlanden. Schweden, das seine Gruppenmatches in Malmö austrägt, traf auf die Niederlande, die zum vierten Mal in Folge bei der EM antreten und unter dem ehemaligen schwedischen Trainer Staffan Olsson als Underdog gelten. Das Spiel war zunächst ausgeglichen, doch nach etwa 20 Minuten der ersten Halbzeit kam der Durchbruch, als der 19-jährige HK-Malmö-Talent Nikola Roganovic eingewechselt wurde. In seinen acht Minuten auf dem Platz in der ersten Halbzeit erzielte er vier Tore aus vier Würfen, darunter drei Strafwürfe, und half Schweden zu einer 16:12-Führung zur Pause. In der zweiten Hälfte fügte er drei weitere Straf-Tore hinzu, insgesamt sieben aus sieben Versuchen. Nur Teamkollege Felix Claar mit acht Toren traf öfter. Roganovic, der sein Meisterschaftsdebüt gab, beschrieb das Gefühl danach: „Das war das mächtigste Spiel, das ich je gespielt habe. Unglaublich mächtig. Es war das mächtigste Spiel, das ich je gespielt habe. Unglaublich Spaß, zu spielen. Es hat sich heute unglaublich gut angefühlt. Ein perfekter Start in unsere Meisterschaft.“ Er wurde von Expertin Bella Gulldén in der Viaplay-Übertragung gelobt: „Roganovic kommt rein, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Man sitzt hier nur und lächelt.“ Felix Claar, ebenfalls von HK Malmö, äußerte seine Freude: „Es war wirklich schön. Nervös vorher, aber man konnte spüren, dass etwas Tolles kommt. Ich habe heute viel Spielzeit bekommen, und das mag ich. Es war fantastisch, in der Malmö Arena zu spielen.“ Später im Spiel debütierte auch HK Malmös Felix Montebovi. Die Arena mit 11.800 Zuschauern vibrierte vor Aufregung, und Roganovic bemerkte: „Wir hatten unglaubliche Unterstützung von den Rängen, das macht es viel leichter. Die Familie war da, sogar mein Bruder, er kam aus Dänemark.“ Der Sieg gegen die Niederlande folgte Kroatiens 32:29-Sieg gegen Georgien am selben Abend zuvor. Schweden setzt die Gruppenphase gegen Georgien am 19. Januar und Kroatien am 21. Januar fort. Die zwei Besten der Gruppe qualifizieren sich für die Zwischenrunde, die ebenfalls in Malmö ausgetragen wird.