Die deutschen Handballer stehen in der Hauptrunde der EM vor einem entscheidenden Duell gegen Gastgeber Dänemark. Nach dem knappen 30:28-Sieg gegen Norwegen führt das DHB-Team die Gruppe mit sechs Punkten an und braucht nur noch zwei Punkte für das Halbfinale. Torhüter Andreas Wolff glänzt als Schlüsselspieler.
In der Jyske Bank Boxen in Herning trifft Deutschland am Montag, den 26. Januar 2026, um 20:30 Uhr auf Dänemark. Das Spiel wird im Free-TV auf Das Erste übertragen, mit Sendungsbeginn um 20:15 Uhr und Kommentar von Florian Naß und Johannes Bitter. Livestreams sind über sportstudio.de, ZDF-Mediathek und DYN verfügbar.
Deutschland hat nach Siegen gegen Portugal und Norwegen Momentum. Gegen Norwegen war die erste Halbzeit schwach mit 15 Fehlwürfen und sechs Ballverlusten, wie Bundestrainer Alfred Gislason kritisierte: „Wenn wir so eine erste Halbzeit gegen die Dänen bringen, ist das Spiel schon zur Pause gelaufen.“ Doch Wolff parierte 22 Würfe und wurde als „lebendige Mauer“ gefeiert. „Hätten wir Andi nicht gehabt, sieht es am Ende ganz anders aus“, sagte Rune Dahmke.
Marko Grgic löste in der zweiten Hälfte den Knoten mit sieben Toren: „Ich habe einfach versucht, meinen dummen Schädel auszuschalten.“ Dänemark, Welt- und Olympiasieger, toppte Spanien 36:31 und führt mit Stars wie Mathias Gidsel und Torhüter Emil Nielsen. Gidsel: „Wir verbinden Spiele mit Deutschland immer mit einem guten Gefühl.“ Dänemark hat seit zehn Jahren kein Pflichtspiel gegen Deutschland verloren.
Videoanalyst Patrick Luig betont kompakte Verteidigung gegen Gidsels Umschaltspiel: „Es kommt primär auf uns an.“ Deutschland hat zwei Chancen: Sieg gegen Dänemark oder später gegen Frankreich. Die Bilanz spricht für die Dänen, doch Wolff warnt: „Da müssen wir im Angriff eine Schippe drauflegen.“