Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht vor dem EM-Finale gegen Gastgeber Dänemark. Nach knappen Siegen in den Halbfinals wollen die Deutschen ihren dritten Europameistertitel erringen. Das entscheidende Spiel findet am 1. Februar in Herning statt.
Die Handball-Europameisterschaft 2026 erreicht ihren Höhepunkt: Deutschland trifft im Finale auf Dänemark. Beide Teams setzten sich in den Halbfinals mit 31:28 durch – Deutschland gegen Kroatien, Dänemark gegen Island. Das Endspiel steigt am Sonntag, 1. Februar, um 18 Uhr in der Jyske Bank Boxen in Herning, übertragen auf ZDF und Dyn.
Deutschland, unter Trainer Alfred Gislason, hat sich im Turnier gesteigert. Die Mannschaft besiegte in der Vorrunde Österreich (30:27) und Spanien (34:32), in der Hauptrunde Portugal (32:30), Norwegen (30:28) und Frankreich (38:34), verlor aber gegen Dänemark (26:31). Torhüter Andreas Wolff und eine starke Abwehr waren Schlüssel im Halbfinale.
Juri Knorr betonte: „Wir sind der Underdog, Dänemark hat alles zu verlieren. Wir haben nichts zu verlieren.“ Kapitän Johannes Golla fügte hinzu: „Wir wollen nicht nur Gast im Finale sein.“ Gislason fordert: „Wir brauchen die beste Turnierleistung, ein perfektes Spiel.“ Dänischer Star Mathias Gidsel minimierte die Fan-Kritik: „In der Bundesliga ist das Buhen viel schlimmer.“
Die Bilanz zwischen beiden Nationen ist ausgeglichen: In 38 Duellen gewann Dänemark 18 Mal, Deutschland 16, viermal Unentschieden. Der letzte EM-Sieg Deutschlands gegen Dänemark liegt zehn Jahre zurück (25:23). Bundeskanzler Friedrich Merz und Dänemark-Königin Mary besuchen das Spiel; die Heimparty fällt wegen Streiks aus.
Deutschland jagt den dritten EM-Titel nach 2004 und 2016 gegen die Weltmeister.