In Capdenac-Gare, Aveyron, leitet Fred Sancère den hybriden Verein Derrière le hublot, gegründet 1996, der Kunst ohne feste Spielstätte verbreitet. Diese Initiative arbeitet mit lokalen Gemeinden zusammen und hat über tausend Aufführungen an unterschiedlichen Orten wie Dorfhallen und Höfen aufgeführt. 2020 vom Kulturministerium ausgezeichnet, konzentriert sie sich auf dem ländlichen Raum zugeschnittene Projekte.
Fred Sancère, Direktor des Vereins Derrière le hublot, ist ein häufiger Reisender, der sich oft auf Reisen begibt, um seine künstlerischen Projekte zu bereichern. Er besucht Aufführungen in Toulouse, beispielsweise, oder arbeitet mit Theatern in Lozère und Savoyen zusammen, bleibt aber in Capdenac-Gare ansässig, einer Aveyron-Gemeinde mit weniger als 4.500 Einwohnern. nnGegründet 1996 von Sancère und etwa zwanzig Freunden, fungiert der Verein als nomadisches Theater ohne feste Spielstätte. Diese Einzigartigkeit brachte ihm 2020 das Label «scène conventionnée d'intérêt national art en territoire» vom Kulturministerium ein. Seit seiner Gründung hat er rund tausend Aufführungen in einem ländlichen Gebiet im Nordwesten des Aveyron und im Département Lot ausgerichtet, unter Nutzung von Räumen wie Fabriken, Parks und Höfen. nn«Keinen festen Raum zu haben, ist ein großer Luxus, eine echte Chance», sagt Fred Sancère. «Diese Besonderheit befreit uns von künstlerischen Cliquen, um Straßen-Theater, Comic-Veröffentlichungen und zeitgenössische Fotografie anzubieten. Sie zwingt uns, überall hinzugehen, um Projekte zu entwickeln, die auf dem Charakter des Gebiets basieren.» Diese Methode fördert enge Bindungen zu den Einheimischen und erhält so das kulturelle Leben auf dem Land. nnDie Initiative ist Teil einer Serie über «faiseurs de culture», die den Einfluss solcher Organisationen in Randgebieten hervorhebt.