Omar García Harfuch, Sekretär für Sicherheit und Bürgerschutz, klärte, dass der massive Sicherheitsaufgebot – einschließlich Nationalgarde und staatlicher Kräfte – beim Begräbnis am 2. März des CJNG-Führers Nemesio Oseguera Cervantes, »El Mencho«, in Zapopan, Jalisco, dazu diente, Bürger nach vorherigen Unruhen zu schützen, nicht die Überreste zu eskortieren. Behörden entdeckten zudem Beweise für Kartellzahlungen an lokale Polizei.
In den Tagen nach dem Begräbnis von Nemesio Oseguera Cervantes, alias El Mencho – Führer des Kartells Jalisco Nueva Generación (CJNG), der am 22. Februar in einer Bundesoperation getötet wurde – beantwortete Omar García Harfuch, Sekretär für Sicherheit und Bürgerschutz (SSPC), am 6. März Fragen zur Sicherheitsoperation. »Dieser Einsatz diente genau dem Schutz der Bürger, angesichts der Ereignisse von Unruhen, Straßensperren und Fahrzeugbränden einige Tage zuvor; dieser Einsatz der Nationalgarde und der Behörden des Bundesstaats Jalisco diente dem Schutz der Bürger, nicht der Begleitung einer Person. Er sollte Störungen in der Stadt verhindern und die Bürger schützen«, erklärte Harfuch. Derzeit bewachen keine Soldaten des Heeres den Friedhof Recinto de la Paz, trotz möglicher Besuche vor Ort. Außerhalb davon wurden in einer Hütte im Tapalpa Country Club Tabellenblätter entdeckt, die Zahlungen an Polizei und kommunale Behörden in Jalisco dokumentieren und mit dem Kartell in Verbindung stehen. Harfuch wollte keine Untersuchungen in bestimmten Gemeinden bestätigen und erklärte, dass formelle Anzeigen erforderlich seien, um Ermittlungen einzuleiten, wie beim Bürgermeister von Tequila. Er gab die Anzahl der überprüften Einrichtungen nicht bekannt. Beim Begräbnis wurde ein italienischer Austauschstudent des Tecnológico de Monterrey in Guadalajara überfallen, weil er versuchte, den Ort jenseits der Sicherheitsabsperrungen zu fotografieren; er wurde geschlagen, verlor zwei Zähne, und es wurden ihm zwei Kameras sowie ein Handy abgenommen (später ans Friedhofspersonal übergeben).