Der französische Generalstabschef General Fabien Mandon warnte französische Bürgermeister vor der Notwendigkeit, sich auf menschliche und wirtschaftliche Verluste in einem potenziellen Konflikt mit Russland vorzubereiten. Seine am 19. November 2025 gemachten Äußerungen haben gemischte politische Reaktionen hervorgerufen. Die Ministerin für Streitkräfte verteidigt seine Legitimität, während die Opposition einen kriegstreiberischen Ton anprangert.
Am 19. November 2025 hielt General Fabien Mandon, Generalstabschef der französischen Streitkräfte, auf dem Kongress der Bürgermeister Frankreichs eine feierliche Warnung. 'Wenn unser Land strauchelt, weil es nicht bereit ist, seine Kinder zu verlieren, wirtschaftlich zu leiden, weil Prioritäten auf Rüstungsproduktion gehen, dann sind wir in Gefahr', sagte er. Er bezog sich auf einen Horizont bis 2030 und forderte Soldaten auf, in 'drei oder vier Jahren' gegen ein Russland bereit zu sein, das sich seiner Aussage nach vorbereitet.
Diese Rede passt in einen angespannten europäischen Kontext. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius deutete an, dass Europäer ihren 'letzten Sommer des Friedens' erlebt haben könnten. Im Oktober hatte Mandon bereits vor französischen Parlamentariern erklärt, dass die Armee sich auf einen Schock in drei bis vier Jahren vorbereiten müsse, da Russland versucht sein könnte, den Krieg auf den Kontinent auszuweiten.
Die Reaktionen folgten prompt. Die Ministerin für Streitkräfte Catherine Vautrin verteidigte Mandon auf X: 'Seine Äußerungen, aus dem Kontext gerissen für politische Zwecke, spiegeln die militärische Sprache eines Führers wider, der jeden Tag weiß, dass junge Soldaten ihr Leben für die Nation riskieren.' Sie betonte die Wichtigkeit, Bürgermeister für den aktuellen Kontext zu sensibilisieren, um Konfrontationen zu vermeiden und den Verteidigungsgeist zu stärken.
Auf der Linken kritisierte die Opposition scharf. Jean-Luc Mélenchon, Führer von La France Insoumise, äußerte 'totale Uneinigkeit': 'Es ist nicht seine Aufgabe, Bürgermeister oder irgendjemanden zu Kriegsvorbereitungen einzuladen, die von niemandem beschlossen wurden.' Fabien Roussel, Chef der Französischen Kommunistischen Partei, donnerte: 'Es ist NEIN! 51.000 Kriegerdenkmäler in unseren Gemeinden, ist das nicht genug? Ja zur nationalen Verteidigung, aber nein zu unerträglichen kriegstreiberischen Reden!'
Diese Aussagen unterstreichen die Spaltungen bezüglich der militärischen Vorbereitung in Frankreich inmitten aktueller geopolitischer Spannungen.