Französische Abgeordnete haben mehrheitlich das Prinzip einer Erhöhung der Rüstungsausgaben um 6,7 Milliarden Euro für 2026 in einer symbolischen Abstimmung, die vom Gobierno initiiert wurde, gebilligt. Das Ergebnis: 411 Ja-Stimmen gegenüber 88 Nein-Stimmen, um den Staats-Haushalt zu erleichtern. Mehrere Oppositionsparteien kritisieren dies als Instrumentalisierung.
Am Mittwoch, dem 10. Dezember 2025, hat die französische Nationalversammlung per symbolischer Abstimmung das Prinzip einer Erhöhung der Armee-Kredite um 6,7 Milliarden Euro für 2026 gebilligt. Die Abstimmung ergab 411 Ja-Stimmen, 88 Nein-Stimmen und 22 Enthaltungen. Das Regierungslager, die RN-UDR-Allianz, PS und unabhängige Liot-Abgeordnete stimmten zu. LFI und kommunistische Gruppen stimmten dagegen, während die Ökologen sich größtenteils enthielten.
Premierminister Sébastien Lecornu forderte die Abgeordneten auf, «das Prinzip einer Erhöhung des Verteidigungshaushalts» zu genehmigen, um einen «schnelleren Aufbau unserer Streitkräfte ab 2026» zu unterstützen. Diese Debatte, parallel zu den Haushaltsverhandlungen, soll Konsens für die Verabschiedung des Finanzgesetzes 2026 schaffen, das derzeit im Senat geprüft wird.
Marine Le Pen, Vorsitzende des Rassemblement national, warf Lecornu vor, die Verteidigung zu «instrumentalisieren», um ein «Haushaltsgesetz sozialer und steuerlicher Bestrafung» durchzusetzen, billigte jedoch die Aufstockung der Rüstungsausgaben. Der stellvertretende Vorsitzende der PS, Boris Vallaud, äußerte Skepsis hinsichtlich eines breiteren Deals und sagte: «Ich sehe den Weg nicht».
Diese Abstimmung folgt auf die knappe Annahme des Sozialversicherungshaushalts am Vortag, die ein Ziel für ein öffentliches Defizit unter 5 % des BIP im Jahr 2026 aufrechterhält. Die Regierung hofft auf einen Kompromiss in einer paritätischen Ausschuss, andernfalls auf ein Sondergesetz im Januar.