Abgeordnete im Finanzausschuss haben am Mittwoch die Staats-Haushaltsausgaben für 2026 überaus deutlich abgelehnt, die stark umgeschrieben wurden mit 27 Milliarden Euro zusätzlichen Ausgaben. Diese indikative Abstimmung unterstreicht das Fehlen einer Mehrheit für den Regierungstext. In der Zwischenzeit hat die Versammlung eine 2-Euro-Steuer auf kleine außereuropäische Pakete genehmigt.
Am 19. November 2025 gab es bei den Debatten über das Finanzgesetzentwurf für 2026 in der französischen Nationalversammlung bedeutende Entwicklungen. Abgeordnete stimmten mit 208 zu 87 für eine 2-Euro-Steuer auf kleine Pakete im Wert unter 150 Euro aus außereuropäischen Ursprüngen, die dazu dient, Kontrollen über diese oft gefährlichen Produkte zu finanzieren. Das Rassemblement National verurteilte sie als 'Steuer auf populären Konsum und Mittelschicht', während Ministerin Amélie de Montchalin sie als notwendige 'Gebühr' verteidigte.
Im Finanzausschuss lehnten Abgeordnete die Ausgaben-Sektion des Haushalts überaus deutlich ab, die fast 29 Milliarden Euro an neuen Ausgaben enthielt und 2 Milliarden Euro an vom Regierung vorgeschlagenen Einsparungen ablehnte, was netto 27 Milliarden Euro Extra ergibt. Nur die Sozialisten enthielten sich, alle anderen Gruppen lehnten den Text ab. Philippe Juvin (LR) bedauerte, dass 'die Endfassung keinen Sinn ergibt', und nannte Ablehnungen großer Kredite für Landwirtschaft, Kultur, Ökologie, Justiz und Gesundheit. Éric Coquerel (LFI) wies auf Ergänzungen hin wie die Erhöhung konsularischer Posten, Unterstützung für die soziale Wirtschaft und Gehaltssteigerungen für Lehrer.
Andere Abstimmungen umfassten die Erhöhung der Steuer auf Fernverkehrs-Infrastrukturen von 4,6 % auf 10 % (74 zu 59, erwarteter Ertrag von 500 Millionen Euro), die Befreiung von Übersee-Residenten von der Luftverkehrssteuer für Passagiere (83 zu 62) und die Ablehnung von Erhöhungen der Steuern auf Abfall und Plastikverpackungen. Die Regierung lehnt mehrere Maßnahmen ab und beruft sich auf Auswirkungen auf vulnerable wirtschaftliche Akteure.
Die Prüfung droht mit einer einhelligen Ablehnung der Einnahmen-Sektion, was die ursprüngliche Version an den Senat schickt, der sein Marathon über den Sozialversicherungshaushalt mit 1770 Änderungsanträgen beginnt. Arbeitsminister Jean-Pierre Farandou bleibt optimistisch: 'Wir können es schaffen.' Marylise Léon von der CFDT betont: 'Das Haushaltsproblem ist in erster Linie eines der Einnahmen.'