Vier deutsche Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs Hondius sind am Sonntagabend in den Niederlanden gelandet. Sie werden nach Frankfurt gebracht und anschließend in häusliche Quarantäne versetzt.
Das Schiff war am frühen Sonntagmorgen in den Hafen von Granadilla auf Teneriffa eingelaufen. An Bord befanden sich etwa 150 Personen aus 23 Ländern, darunter sechs Deutsche. Die spanische Gesundheitsministerin Mónica García bestätigte, dass alle Passagiere und Crewmitglieder ohne Symptome seien.
Laut der Weltgesundheitsorganisation gibt es sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei Personen sind gestorben: ein niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau. Die WHO geht davon aus, dass die Infektion von dem Paar aus Argentinien stammt.
Die Evakuierung erfolgt in mehreren Flügen. Nach den Deutschen sollen weitere Passagiere aus anderen Ländern folgen. Die Hondius setzt ihre Fahrt anschließend nach Rotterdam fort, wo die Desinfektion und die Überführung eines Leichnams erfolgen soll.
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte, dass es sich nicht um ein neues Covid handele und das Risiko für die Bevölkerung gering sei.