Hot Water bringt interkulturellen Twist ins Roadmovie bei Sundance

Ramzi Bashours 'Hot Water' hatte Premiere im US Dramatic Competition des Sundance Film Festivals 2026 und bietet eine frische Sicht auf das amerikanische Roadmovie-Genre durch eine Mutter-Sohn-Reise. Mit Lubna Azabal als libanesisch-amerikanischer Professorin und Daniel Zolghadri als ihrem jugendlichen Sohn erkundet der Film Familienbande inmitten kultureller Konflikte auf einer Fahrt von Indiana nach Kalifornien. Getragen von Azabals scharfer Leistung verbindet er Komödie und Pathos in leisen, emotionalen Momenten.

'Hot Water', inszeniert von Ramzi Bashour, aktualisiert das klassische amerikanische Roadmovie mit interkultureller Perspektive. Die Geschichte dreht sich um Layal, eine Universitätsprofessorin für arabische Literatur, die kürzlich mit dem Rauchen aufgehört hat und mit persönlichen Belastungen umgeht, einschließlich ihrer bettlägerigen Mutter in Beirut. Ihr Sohn Daniel, ein Highschool-Schüler, droht mit dem Ausschluss, nachdem er einen anderen Jungen mit einem Hockeyschläger getroffen hat. Als Layals Ex-Mann, gespielt von Gabe Fazio, anbietet, Daniel in Santa Cruz aufzunehmen, um die Schule zu beenden, begeben sich die beiden auf eine Roadtrip von Indiana nach Kalifornien in ihrem Subaru. Der Film schöpft Humor und Emotion aus den generationellen und kulturellen Unterschieden zwischen Layal, einer libanesischen Emigrantin, und ihrem in den USA geborenen Sohn. Layals scharfer Witz kommt zur Geltung, etwa wenn sie Las Vegas beschreibt: „Wie Dubai, Bullshit mitten in der Wüste.“ Unterwegs begegnen sie skurrilen Figuren, darunter eine erdige Frau, dargestellt von Dale Dickey, die lange Umarmungen und Baden in Colorados Hot Springs genießt – der Titelbezug – und einen Hitchhiker, der wütend brüllt: „Ihr seid keine guten Menschen.“ Diese Interaktionen heben kleine Momente hervor, die zur Katharsis führen und Layals Angst mit Daniels Gelassenheit kontrastieren. Telefonate mit Layals Mutter und Schwester im Libanon verleihen Tiefe und offenbaren ihre Sehnsucht nach Zuhause sowie emotionalen Kontext. Azabal, bekannt aus Denis Villeneuves Oscar-nominierten 'Incendies' von 2010, liefert eine vielschichtige Performance aus Humor und Verletzlichkeit. Zolghadri ergänzt sie mit einer ruhigeren Darstellung, die die weiche Seite seines Charakters enthüllt. Kameramann Alfonso Herrera Salcedo fängt die weiten amerikanischen Landschaften und die verborgenen Emotionen des Duos ein, während der gemächliche Rhythmus des Films zu lohnenden emotionalen Höhepunkten führt. Rezension vom 23. Januar 2026 im Eccles Theater in Park City, Utah; 'Hot Water' ist eine USA 2026-Produktion mit Produzenten Jesse Hope, Max Walker-Silverman und Josh Peters. Musik von James Elkington und Bashour.

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