Indien hat Pakistan dazu aufgefordert, die Freilassung von 188 indischen Fischern und zivilen Gefangenen, die ihre Haftstrafen verbüßt haben, zu beschleunigen. Die Forderung wurde gestellt, nachdem beide Länder am 1. Juli Listen von Häftlingen ausgetauscht hatten.
Das Außenministerium teilte mit, dass die Listen über diplomatische Kanäle in Neu-Delhi und Islamabad ausgetauscht wurden. Indien legte Einzelheiten zu 386 zivilen Gefangenen und 53 Fischern vor, bei denen es sich vermutlich um pakistanische Staatsangehörige handelt. Pakistan listete seinerseits 52 zivile Gefangene und 198 Fischer auf, bei denen es sich vermutlich um indische Staatsangehörige handelt.
Indien forderte Pakistan zudem auf, konsularischen Zugang zu 13 zivilen Gefangenen zu gewähren und die Sicherheit aller Inder in pakistanischem Gewahrsam zu gewährleisten. Indien wies darauf hin, dass seit 2014 insgesamt 2.661 Fischer und 78 zivile Gefangene aus Pakistan repatriiert wurden.
Unabhängig davon verurteilte Indien den Abriss des 125 Jahre alten Gurdwara Sri Guru Singh Sabha Sahib in Farooqabad, Pakistan, bezeichnete den Vorfall als zutiefst verstörend und forderte eine Untersuchung.