Die Inflation in Kolumbien wird für 2026 auf 4,9 % prognostiziert und verfehlt damit den Zielkorridor der Banco de la República zum sechsten Mal in Folge. Ein Bericht von Corficolombiana schätzt, dass sie 2025 bei 5,2 % endet, etwa auf dem Niveau des Vorjahres, was auf ein Stocken der Desinflation hindeutet. Das Ziel, sich dem 3 %-Niveau anzunähern, wird nun auf 2027 verschoben.
Mitten in Debatten über Mindestlohnanpassungen bleibt die Inflation in Kolumbien ein zentrales Anliegen. Expertenprognosen zeigen, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) 2025 sinken wird, aber nicht so stark, wie es sich die Banco de la República erhofft hatte. Der Wirtschaftsbericht von Corficolombiana gibt an, dass das Jahr mit 5,2 % Inflation endet, nahezu identisch mit 2024, was eine langsame, aber unzureichende Desinflation signalisiert, um in den Zielkorridor unter 4 % einzutreten.
Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus höheren Kosten für Waren, Dienstleistungen und Lebensmittel, die teilweise durch Senkungen der Strom- und Gaspreise ausgeglichen werden. Für 2026 wird ein leichter Rückgang auf 4,9 % erwartet, Risiken umfassen jedoch eine zweistellige Mindestlohnsteigerung und eine starke Inlandsnachfrage durch öffentliche Ausgaben, die die Preise nach oben treiben könnten.
Die Zentralbank strebte an, die Inflation bis 2026 nahe 3 % zu bringen, doch aktuelle Schätzungen deuten auf 2027 hin. Dies verlängert die Abweichung vom Ziel zum sechsten Jahr in Folge und unterstreicht anhaltende Herausforderungen in der Geldpolitik.