Eine Woche nachdem Präsident Gustavo Petro einen 23%igen Mindestlohnanstieg für 2026 per Dekret festlegte —auf 1.750.905 Pesos basierend auf OIT-'Mindestlebensstandard'-Normen für eine Dreikopf-Familie—, warnen Experten vor Inflation über 6 %, steigenden Zinsen auf 11-12 % und Preiserhöhungen in allen Sektoren, die das Kaufkraft der informellen Arbeiter potenziell aushöhlen könnten.
Das Dekret, angekündigt am 30. Dezember inmitten stockender Konzertierungsverhandlungen mit Zielen von 7-16 % Anstiegen, umging traditionelle gesetzliche Faktoren wie Inflation, Produktivität und BIP gemäß Gesetz 278 von 1996. Teilweise zur Steigerung der Popularität vor Wahlen, betrifft es ~2,5 Mio. formelle Mindestlohnjobs, 3 Mio. bis 1,5x ML und ~11 Mio. einkommensschwache Arbeiter, insgesamt ~8,5 Mio. Betroffene. Wirtschaftsprognosen haben sich scharf verschoben. Andrés Langebaek von Visión Davivienda hob 2026-Inflation auf 7,2 % von 4,4 % an, nannte den Anstieg 'disproportional' und Perlen für Informelle. Banco de Bogotá erwartet >6 % Inflation, ggf. 7 %, durch Druck auf Dienstleistungen und regulierte Güter, hebt Politikzinssatz von 9,25 % auf 11,25-12 %. Vorsicht der Banco de la República für 2025 beschränkte Senkungen auf 25 Basispunkte. Sektoren wie Landwirtschaft, Fertigung, Gesundheit und Gastgewerbe —mit 1-2 % Margen und Arbeit >60 % der Kosten— stehen vor Preisanpassungen über 2025-Inflation. Zentralbank-Erhöhungen könnten folgen, während Akteure schnell anpassen.