Herausforderungen und Debatte nach Kolumbiens 23-%-Mindestlohnerlass

Nach dem Dekret von Präsident Gustavo Petro vom 30. Dezember über eine 23-prozentige Erhöhung des Mindestlohns für 2026 verstärkt sich die Debatte zwischen Arbeitnehmern, die den Entlastungseffekt feiern, und Unternehmen, die vor Jobverlusten und Kostenängsten warnen. Ohne vorherige Einigung der Beteiligten verschiebt sich der Fokus auf die Umsetzung und die Minimierung von Risiken wie Inflation und Informelle Beschäftigung.

Das einseitige Dekret von Präsident Petro über eine 23-prozentige Mindestlohnanhebung – auf 1.750.905 Pesos zuzüglich Transportzuschuss, insgesamt rund 2 Millionen Pesos monatlich – hat die Spaltungen vertieft, nachdem tripartite Gespräche ins Stocken geraten sind. Arbeitnehmer und Gewerkschaften feiern es als unverzichtbare Unterstützung angesichts hoher Lebenshaltungskosten, die den Konsum und lokale Ökonomien ankurbeln könnte.

Unternehmen, insbesondere KMU in arbeitsintensiven Branchen, kritisieren das Ausmaß als überzogen gegenüber Prognosen, was die Planung für 2026, Verträge und Tarife bei starkem US-Dollar stört. Der Rückzug der Gremien aus den Verhandlungen führte zu einer Entscheidung, die selbst die Forderungen der Gewerkschaften übertraf und Spannungen verschärfte.

Die Regierung muss nun die Folgen bewältigen: Jobverluste abfedern, wachsende Informelle Beschäftigung und Schließungen eindämmen, fiskalische Belastungen mindern, automatische Lohnanpassungen blockieren, Formalisierung fördern und vulnerable Branchen stützen. Vorsichtige Politiken sind essenziell, um Inflation zu verhindern, wie in Venezuela zu sehen, wo unkontrollierte Erhöhungen Beschäftigung und Preise zerstörten.

Ein menschenwürdiges Einkommen erfordert einen blühenden Wirtschaftssektor. Arbeitergewinne mit wirtschaftlicher Stabilität auszugleichen, ist der Schlüssel, um zukünftige Fallstricke zu vermeiden.

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