Fenalco klagt gegen Mindestlohn-Erhöhung vor dem Staatsrat

Jaime Alberto Cabal, Präsident von Fenalco, hat Klage vor dem Staatsrat eingereicht, um das Dekret zur vorübergehenden Aufhebung der Mindestlohn-Erhöhung um 23 % in diesem Jahr. Er argumentiert, die Maßnahme fehle an technischer Grundlage und verstoße gegen den Rechtsrahmen. Er warnt vor dem Verlust von 772.340 Arbeitsplätzen und der Schließung zahlreicher kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Jaime Alberto Cabal, Präsident des Nationalen Verbands der Händler (Fenalco), hat den Staatsrat aufgefordert, das Präsidialdekret zur vorläufigen Aussetzung einer 23-prozentigen Erhöhung des Mindestlohns für 2026 auszusetzen. Cabal erklärt, die Regierung sei von wirtschaftlichen Variablen, die eine Anpassung von 6,21 % rechtfertigten, zu einer Erhöhung um 23,7 % übergegangen, ohne klare und überprüfbare Erklärung. In einer Erklärung erläuterte Cabal, dass diese Entscheidung den rechtlichen und verfassungsrechtlichen Rahmen ignoriere, indem sie das Konzept des „vitalen Lohns“ priorisiere, das aus nicht bindenden Referenzen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) stammt. Sie übersieht zudem die ausschließliche Befugnis des Nationalen Verwaltungsdepartements für Statistik (Dane), den Warenkorb des Verbraucherpreisindex (VPI) zu definieren, der für die Inflationsmessung entscheidend ist. „Die Entscheidung der Exekutive hat den geltenden rechtlichen und verfassungsrechtlichen Rahmen missachtet, indem sie Kriterien anwandte, die im Gesetz nicht vorgesehen sind, und die obligatorischen Variablen zur Festsetzung des Mindestlohns — Inflation, Produktivität, BIP und Anteil der Löhne am nationalen Einkommen — durch das Konzept des ‚vitalen Lohns‘ ersetzte, das auf ILO-Referenzen ohne bindende Kraft basiert. Darüber hinaus hat sie die ausschließliche Kompetenz des Dane als technischer Behörde missachtet, den VPI-Warenkorb zu definieren und zu zertifizieren, der eine wesentliche Grundlage für die Inflationsmessung im Land darstellt“, detaillierte er. Cabal betonte, dass die Klage den Schutz des Rechtsstaats und der wirtschaftlichen Stabilität zum Ziel habe und nicht den Arbeitnehmern schade. „Es handelt sich um eine Verteidigung des Rechtsstaats und der wirtschaftlichen Stabilität des Landes. Wir rufen den Staatsrat auf, das allgemeine Interesse des Landes vor den parteipolitischen Interessen der Regierung zu stellen“, sagte er. Bleibt die Erhöhung bestehen, wird geschätzt, dass sie zum Verlust von etwa 772.340 Arbeitsplätzen und zur Schließung unzähliger Mikro-, Klein- und Mittelunternehmen (mipymes) führt, was die Inflation potenziell anheizen und die Arbeiter direkt betreffen könnte.

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