Die Ingbe-Stiftung der Familie von Immobilienunternehmer René Benko hatte bei einer Bank in Liechtenstein Goldbarren im Wert von rund 14 Millionen Euro sowie je eine Million Dollar und Schweizer Franken in bar gelagert. Zwei Schließfächer wurden im Beisein eines Notars geöffnet, berichtet die Kronen Zeitung. Die Vermögenswerte sind nun gesichert.
Insolvenzverwalter suchten lange nach dem verbliebenen Vermögen des pleitegegangenen Immobilienkonzerns Signa. Die Ingbe-Stiftung, benannt nach Benkos Mutter Ingeborg und mit Sitz in Liechtenstein, führte die Liste der verdächtigen Verstecke an.
Im Januar erlangte Benkos Masseverwalter eine einstweilige Verfügung, um Vermögenswerte der Stiftung im Umfang von etwa 50 Millionen Euro einzufrieren. Die Bank wusste nicht, was genau in den Schließfächern lag. Nun wurden diese geöffnet und enthielten Goldbarren sowie Bargeld in Höhe von insgesamt rund 16 Millionen Euro äquivalent.
Die Werte wurden auf das Depot der Stiftung übertragen und gesichert. In Liechtenstein wird in den kommenden ein bis zwei Monaten eine gerichtliche Entscheidung erwartet. Investoren und Ermittler hatten die Stiftung Ingbe sowie die Arual-Stiftung – benannt nach Benkos Tochter Laura rückwärts – schon länger als möglichen Hort des Familienvermögens im Visier.
Im März vergangenen Jahres verkaufte die Ingbe-Stiftung bereits 363,5 Kilogramm Gold aus einem Schließfach bei der VP Bank für rund 31 Millionen Euro. René Benko sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft und wurde in zwei Verfahren wegen Gläubigerschädigung verurteilt, die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.