Israel hat Anfang April heimlich 34 neue Siedlungen im besetzten Westjordanland genehmigt, wie israelische Medien und die Organisation Peace Now berichten. Zehn davon sind bereits bestehende Außenposten, die nun legalisiert werden. Schweden und andere EU-Länder verurteilen den Schritt als Verstoß gegen das Völkerrecht.
Israelische Medien und die Menschenrechtsgruppe Peace Now berichten, dass die Regierung Anfang April heimlich 34 neue Siedlungen im Westjordanland genehmigt hat. Dies kommt zu den 68 Siedlungen hinzu, die seit dem Amtsantritt der rechtsgerichteten Regierung von Benjamin Netanjahu im Jahr 2022 genehmigt wurden.
Zehn der neuen Siedlungen sind bereits bestehende Außenposten, die nun einen legalen Status erhalten, während der Rest erst noch gebaut werden muss. Die Entscheidung hat eine starke internationale Gegenreaktion ausgelöst.
Das schwedische Außenministerium bezeichnet die Maßnahme zusammen mit anderen EU-Ländern als einen "offensichtlichen Verstoß gegen das Völkerrecht", der "die laufenden Bemühungen für Frieden und Stabilität in der Region untergräbt". Die Erklärung unterstreicht die Besorgnis über diese Entwicklung.
Mehr als 500.000 Israelis leben derzeit in Siedlungen im Westjordanland, das die Heimat von etwa drei Millionen Palästinensern ist. Die Genehmigung könnte die Lage in dem Gebiet weiter verkomplizieren.