Die Bundesrichterin María Servini hat die gerichtliche Intervention der Justicialista-Partei in Salta angeordnet. Sie enthob die von der nationalen Führung ernannten Interventoren ihres Amtes und setzte stattdessen José Luis Napoleón Gambetta ein.
Die Richterin erließ den Beschluss in den späten Stunden des Freitags. Sie enthob Pablo Kosiner und Nora Canunni ihrer Ämter, die zuvor die von der nationalen peronistischen Führung eingesetzten Interventoren ersetzt hatten. An ihre Stelle ernannte sie José Luis Napoleón Gambetta.
Die Entscheidung fiel nur wenige Tage vor dem für den 19. Mai geplanten Nationalkongress der PJ. Bei diesem Treffen sollte der Zeitplan für die Normalisierung ratifiziert werden, der unter anderem interne Wahlen in Salta und Jujuy am 25. Oktober vorsieht.
Gouverneur Gustavo Sáenz stärkte damit seine Position im Streit mit Cristina Kirchner über die Kontrolle der Provinzstrukturen. Kosiner wies das Urteil zurück und erklärte, es verletze die Parteiautonomie und missachte die souveränen Entscheidungen der parteiinternen Gremien.