Die Official World Golf Ranking hat LIV-Golf-Events anerkannt und vergibt ab 2026 Punkte an Top-Finisher, aber nur die Top 10 erhalten sie. LIV Golf begrüßte die Entscheidung als längst überfällig, kritisierte die Einschränkung jedoch scharf als beispiellos und unfair. Spieler wie Jon Rahm teilten die Frustration und wiesen darauf hin, dass sie Ranglisten für konstante Performer außerhalb der Top 10 schaden könnte.
Die Official World Golf Ranking (OWGR) gab am Dienstag bekannt, dass LIV-Golf-Events ab 2026 Welt-Ranglistenpunkte vergeben, was das Ende einer umstrittenen Saga markiert, die mit dem Start der Tour 2022 begann. Die Anerkennung erfolgt jedoch mit einem erheblichen Vorbehalt: Punkte werden nur an die Top-10-Finisher und Ties in individuellen Stroke-Play-Events verteilt. Die OWGR begründete dies damit, dass LIV Golf in mehreren Zulassungskriterien weiterhin mangelhaft ist. LIV Golf reagierte mit einer Erklärung, die den Schritt als 'längst überfälligen Moment der Anerkennung' feierte, der bestätigt, dass Leistung auf dem Platz unabhängig vom Veranstaltungsort zählt. Dennoch verurteilte die Tour die Top-10-Grenze als 'beispiellos' und argumentierte, dass ein 11. Platz mit dem 57. gleichgesetzt werde, was hochwertige Performer knapp außerhalb und aufstrebende Talente unverhältnismäßig schade. 'Keine andere Wettbewerbstour oder Liga in der OWGR-Geschichte wurde einer solchen Einschränkung unterworfen', hieß es in der Erklärung, die betonte, dass LIV in gutem Glauben in den Prozess eingetreten sei und dies als ersten Schritt zur vollen Gleichstellung sehe. Die Einschränkung hat Auswirkungen auf Major-Qualifikationen und Events wie den Ryder Cup, die stark auf OWGR-Punkte angewiesen sind. Seit dem Wechsel zu LIV sind viele Spieler in den Rankings abgerutscht, ohne Punkte aus deren Events, wobei Änderungen wie die Verlängerung auf 72 Löcher zu dieser teilweisen Anerkennung beigetragen haben. Jon Rahm, aktuell auf Platz 97 der OWGR und Vierte nach der ersten Runde beim LIV-Saisonauftakt in Riad, äußerte ähnliche Bedenken. 'Es ist fantastisch, dass wir Punkte bekommen... aber ich mag es nicht, wie wir nicht wie jede andere Tour behandelt werden', sagte Rahm. Er warnte, dass Platzierungen wie sein geteilter 11. Platz letztes Jahr in Dallas nun wie verpasste Cuts wirken könnten und durch den Divisor-Effekt zu einem Punkteverlust insgesamt führen. Rahm dankte für den 'Fuß in der Tür', forderte aber fairere Behandlung, insbesondere im Vergleich zu kleineren Feldern anderer Tours, die volle Punkte erhalten. Die Reaktionen der Spieler unterstreichen breitere Spannungen im Profi-Golf, wobei LIV ein System fordert, das Leistung über Zugehörigkeit stellt.