Die LIV Golf League hat NCAA-Champion Michael La Sasso verpflichtet, während sie Jinichiro Kozuma entließ, der die Entscheidung über soziale Medien erfuhr. Diese Kaderwechsel erfolgen, während die Official World Golf Ranking über die Vergabe von Rankingpunkten für LIV-Events nachdenkt. Die Maßnahmen unterstreichen anhaltende Debatten über Verdienst und Teamzusammensetzung in der saudisch finanzierten Liga.
Die LIV Golf League hat kürzlich ihren Kader durch die Verpflichtung von Michael La Sasso, dem NCAA-Champion auf Platz 3 der PGA Tour University-Rangliste, gestärkt. La Sasso hätte bei einem Verbleib in den Top 10 dieser Rangliste vollen Korn Ferry Tour-Status erhalten. Im Gegensatz dazu entfernte die Liga Jinichiro Kozuma, der die Vorsaison auf Platz 32 mit drei Top-10-Platzierungen beendete, darunter Vizemeisterschaft in Dallas. Kozuma, der zum Iron Heads-Team gehörte – nun als Korea Golf Club umbenannt –, erfuhr von seiner Entlassung erst durch soziale Medien. Er kontaktierte anschließend andere Teams auf der Suche nach einem Platz, fand aber begrenzte Chancen. In einer E-Mail an Sports Illustrated, übersetzt von seinem Manager, erklärte Kozuma: „Was ich feststellte, war, dass Teams ihre Kader nicht nur auf Basis von Ergebnissen, sondern auch auf Teamidentität und dem gesuchten Spielerprofil aufbauen. In diesem Sinne war es schlichtweg schwierig, die passende Passung für mich unter den verfügbaren Teamplätzen zu finden.“ Diese Anpassungen erfolgen inmitten der Prüfung durch die Official World Golf Ranking (OWGR), die bewertet, ob Punkte für LIV-Events vergeben werden sollen. OWGR-Vorsitzender Trevor Immelman merkte letzten Monat an, dass eine zentrale Herausforderung das Vertrauen der Liga auf Einladungen statt verdienten Qualifikationen ist, im Gegensatz zu den 24 anderen Tours im System. „Das ist eine der Schönheiten unseres Sports: sich seinen Weg auf eine Tour zu erkämpfen und um den Job auf dieser Tour zu kämpfen“, sagte Immelman beim PNC Championship. Das OWGR-Gremium sollte am Mittwoch tagen, mit einer möglichen Entscheidung zu LIV bis Wochenende, obwohl es nicht formell auf der Agenda steht. Kürzlich reduzierte die OWGR Punkte für 54- und 36-Loch-Turniere. LIV, das sich auf seine fünfte Saison ab nächster Woche vorbereitet, reagierte, indem es Events auf 72 Löcher ausdehnte und mehr Qualifikationswege einführte, doch die Spielerrotation bleibt niedriger als bei anderen Tours. Jenseits der Top 48 standen Spieler wie Henrik Stenson vor Abstieg. Aus der ‚offenen‘ Zone (Platz 24 bis 48) wurden vier nicht übernommen: Kevin Na, Jinichiro Kozuma, Max Lee und Matt Jones. Gleichzeitig holte LIV etablierte Spieler wie Thomas Detry, Byeong Hun An und Victor Perez. Bemerkenswert: Sechs der 13 Teams der Liga bestehen aus vier Spielern aus demselben Land, was nationale Ausrichtungen bei der Kaderplanung betont.