Die kubanische Schauspielerin Livia Brito wurde mit einem Strafverfahren wegen des mutmaßlichen Verbrechens falscher Aussagen vor Behörden in Verbindung gebracht, das aus einer Übergriff auf einen Fotografen im Jahr 2020 resultiert. Der Vorfall ereignete sich an einem Strand in Cancún und führte zu einem langwierigen Rechtsstreit, der nun mit neuen Verhandlungen voranschreitet. Das gerichtliche Urteil hebt eine frühere Verfügung auf und eröffnet die Tür zu Strafen von bis zu acht Jahren Gefängnis.
Der Streit zwischen der Schauspielerin Livia Brito und dem Fotografen Ernesto Zepeda reicht bis Juni 2020 zurück, als Zepeda Bilder von Brito und ihrem damaligen Partner Yosmi Mariano Gedler Martínez an einem Strand in Cancún, Quintana Roo, aufnahm. Laut Zepedas Bericht schlug Brito ihn nach der Entdeckung und Gedler boxte ihm ins Gesicht, was eine dauerhafte Narbe hinterließ und seine Fotografieausrüstung beschädigte. „Es waren Livia Brito und ihr Freund (…) auf dem letzten Foto drehte sie sich um und sah mich (…) sie kam schreiend auf mich zu und ohrfeigte mich (…) ihr Freund kam und versetzte mir sofort einen Schlag auf meine rechte Wangenknochen“, erzählte Zepeda 2020 bei Sale el Sol. Brito hält daran fest, dass Zepeda ihre Privatsphäre während eines privaten Moments verletzt habe. „Fotos von mir oder irgendjemand anderem in einem öffentlichen Ort, privaten Ort, wo auch immer ohne Zustimmung zu machen, ist eine Verletzung der Intimität und gilt als Straftat (…) Ich habe mein Recht auf persönliche Intimität verteidigt“, sagte sie 2024. Das Zivilverfahren endete mit einem Urteil, das vom Obersten Gerichtshof der Nation im Juni 2025 bestätigt wurde und Brito sowie Gedler zu einer Zahlung von etwa 1,2 Millionen Pesos an moralische Schäden verpflichtet. 2024 zog Brito eine Verfügung zurück, nachdem sie zugestimmt hatte, den Schaden zu beheben, doch im Januar 2026 ordnete Richter Jesús Ubando López ihre Anklage wegen falscher Aussagen an, da sie den Übergriff trotz Beweisen und Zeugen abstritt. Die Siebte Strafkammer des Obersten Gerichts der Justiz von Mexiko-Stadt hob die frühere Nichtanklage am 4. Februar 2026 auf. Die Anzeige wurde 2024 von Zepeda und seiner Anwältin Ángela Frías erstattet. Nach dem Bundesstrafgesetzbuch kann diese Straftat bei nachgewiesenem Vorsatz mit vier bis acht Jahren Gefängnis geahndet werden. Die nächste Verhandlung ist für den 23. Februar 2026 um 12:00 Uhr im Reclusorio Preventivo Varonil Sur angesetzt, wo der Fortschritt der Untersuchung überprüft wird. Bisher hat Brito keine öffentliche Stellungnahme zu dem jüngsten Urteil abgegeben.