Das Jahr 2025 endet im Minus für das Livret A mit Nettoabflüssen von rund 3,6 Milliarden Euro von Januar bis November. Dieses beliebte Sparprodukt, das 55 Millionen Franzosen nutzen, verliert an Attraktivität durch die gesenkte Rendite. Es markiert das erste negative Jahr seit 2015 nach Jahren massiver Einlagen.
Das Livret A, ein zu 100 % sicheres und liquides Sparprodukt, das von Franzosen bevorzugt wird, steht vor schwierigen Zeiten. Im Herbst 2025 fielen die Einlagen ins Minus, mit Nettoabflüssen von 6,5 Milliarden Euro zwischen September und November. Dieses saisonale Muster, getrieben durch Ausgaben für den Schulanfang und lokale Steuern, folgt auf schwache Ergebnisse in den Vormonaten.
Insgesamt beliefen sich die Abflüsse über elf Monate auf knapp 3,6 Milliarden Euro. „Das ist eine echte Wende nach mehreren Jahren von Rekordsparen bei diesem Produkt“, betont Philippe Crevel, Direktor des Cercle de l’épargne. „Man muss bis 2015 zurückgehen, um ein negatives Jahr für das Livret A zu finden.“
Trotz nachlassendem Interesse bleiben die französischen Sparguthaben erheblich. Die Präferenzen richten sich offenbar auf andere Anlagen wie Lebensversicherungen, die höhere Erträge bieten. Dieser Umschwung verdeutlicht die Folgen der Zinssenkung des Livret A auf 1,7 % im August 2025, die es inmitten von Inflation und Marktalternativen weniger wettbewerbsfähig macht.