Ein 31-jähriger Mann, der einen Leichenwagen vom Instituto Médico-Legal Roquette Pinto in Belo Horizonte gestohlen hatte, wurde am Sonntag (29. März) von einem Gericht freigelassen. Die Entscheidung erging im Rahmen einer Haftprüfung ohne Kautionszahlung. Er wird sich unter Auflagen in Freiheit gegen die Vorwürfe verteidigen.
Am frühen Freitagmorgen (27. März) gegen 5:07 Uhr während der Dienstzeit sprang der 31-Jährige über die Mauer des Instituto Médico-Legal Roquette Pinto im Stadtteil Gameleira im Westen von Belo Horizonte und stahl das Fahrzeug mit dem Kennzeichen TGN-3H71. Die Zivilpolizei von Minas Gerais lokalisierte den gestohlenen Leichenwagen und fasste den Verdächtigen wenige Stunden später in Esmeraldas in der Metropolregion von Belo Horizonte. Er wurde festgenommen und wegen qualifizierten Diebstahls auf frischer Tat angeklagt. Bei einer Haftprüfung am Sonntag (29. März) ordnete Richter Paulo Cezar Mourão Almeida seine Freilassung an. Der Richter entschied, dass von dem Mann keine Gefahr für die öffentliche Ordnung oder die Ermittlungen ausgehe, da er Ersttäter sei, einen festen Wohnsitz habe und bei dem Verbrechen keine Gewalt oder Drohungen angewendet worden seien. Familienmitglieder gaben an, der Diebstahl sei aus Wut geschehen: Der Mann habe sich an die Zivilpolizei gewandt, um sexuellen Missbrauch an seinem Sohn zu melden, sei dort jedoch nicht beachtet worden. Das Motiv wird nun untersucht. Der Verdächtige darf Belo Horizonte nicht ohne gerichtliche Erlaubnis verlassen und muss sich jedes Mal melden, wenn er von der Justiz vorgeladen wird.