Die iranisch-amerikanische Journalistin und Aktivistin Masih Alinejad wird heute in Frankfurt den erstmals vergebenen Europäischen Paulskirche-Preis für Demokratie erhalten. Alinejad kämpft seit Jahren für Menschen- und Frauenrechte im Iran und lebt seit 2009 im Exil. In einem Interview betonte sie ihre Liebe zur Demokratie.
Frankfurt am Main – Die iranisch-amerikanische Journalistin, Autorin und Frauenrechtsaktivistin Masih Alinejad wird am Dienstag, den 31. März 2026, den ersten Europäischen Paulskirche-Preis für Demokratie entgegennehmen.
Alinejad hat sich über Jahre für Menschenrechte und Frauenrechte im Iran eingesetzt. Im Mai 2014 veröffentlichte sie ein Foto von sich ohne Kopftuch, was eine Protestbewegung und Online-Kampagne auslöste. Sie initiierte die Kampagne „My Stealthy Freedom“, mit der Frauen sich online ohne Kopftuch zeigen – trotz dass dies im Iran strafbar ist.
Seit 2009 lebt Alinejad im Exil und gilt als eine der wichtigsten Stimmen der iranischen Freiheitsbewegung. In einem Interview mit dem deutschen Fernsehsender Tagesschau sagte sie: „Es ist besser, mit Würde zu leben und eine Mission zu haben.“ Zudem betonte sie: „I love democracy.“
Der Preis erinnert an die Paulskirche in Frankfurt, die als Wiege der deutschen Demokratie gilt. Dort tagte 1848 erstmals ein gewähltes deutsches Parlament.