Mehr als 50 Bürgermeister aus 14 Provinzen versammelten sich am 1. Juli am AMIA-Hauptsitz in Buenos Aires, um eine gemeinsame Erklärung zu unterzeichnen, in der sie Gerechtigkeit für den Anschlag von 1994 sowie Maßnahmen gegen Antisemitismus fordern.
Das „Federal Encounter for Memory“ brachte kommunale Führungskräfte aus Buenos Aires, Córdoba, Santa Fe und anderen Provinzen in der Pasteur-Straße zusammen. Die Unterzeichner verpflichteten sich, das Andenken an die 85 Opfer wachzuhalten und Antidiskriminierungsinitiativen in ihren jeweiligen Bezirken zu fördern. Gesundheitsminister Mario Lugones vertrat die nationale Regierung und erklärte: „Straflosigkeit betrifft nicht nur die Opfer und ihre Familien. Sie verletzt ganz Argentinien. Es ist an der Zeit, diese Schuld zu begleichen.“ Bürgermeister Jorge Macri von Buenos Aires unterstrich den parteiübergreifenden Charakter der Veranstaltung. AMIA-Präsident Osvaldo Armoza und der Bürgermeister von Córdoba, Daniel Passerini, waren sich einig, dass der Anschlag vom 18. Juli 1994 ein Verbrechen gegen das gesamte Land war. Eine Schweigeminute und das Entzünden von 85 Kerzen gingen der Unterzeichnung voraus. Jeder Bürgermeister erhielt als Zeichen der Verpflichtung einen Siebdruck des Künstlers Martín Ron. Auch der israelische Botschafter Eyal Selá und der argentinische Botschafter in Israel, Axel Wanisch, nahmen an der Veranstaltung teil.