Der STF-Richter André Mendonça entschied am Montag (23. März), dass das Plenum des Gerichts die Bestätigung der einstweiligen Verfügung zur Verlängerung der Arbeit der INSS-CPMI prüfen soll. Er wies Senatspräsident Davi Alcolumbre an, den Verlängerungsantrag innerhalb von 48 Stunden zu verlesen. Die Entscheidung erfolgt als Reaktion auf Abgeordnete, die Betrugsfälle bei Rentenleistungen untersuchen.
STF-Richter André Mendonça erließ am Montag (23. März 2026) eine einstweilige Verfügung, um die Fortsetzung des gemeinsamen parlamentarischen Untersuchungsausschusses (CPMI) zum Nationalen Institut für soziale Sicherheit (INSS) sicherzustellen, der Betrug und Unterschlagung bei Leistungen für Rentner und Pensionäre untersucht. Das Urteil folgte auf einen Antrag des CPMI-Vorsitzenden Senator Carlos Viana (Podemos-MG), des Berichterstatters Alfredo Gaspar (União Brasil-AL) und des Abgeordneten Marcel van Hattem (Novo-RS), die eine 120-tägige Verlängerung forderten, da Senatspräsident Davi Alcolumbre (União-AP) den Antrag angeblich nicht auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Die ursprüngliche Frist endete am 28. März 2026, der Abschlussbericht war für den 25. März vorgesehen. Mendonça ordnete an, dass Alcolumbre den Antrag innerhalb von 48 Stunden verlesen muss; andernfalls erfolgt die Verlängerung automatisch. Der Fall geht nun in das virtuelle Urteilsverfahren des 11-köpfigen STF-Plenums. Viana feierte die Entscheidung: „Es war ein Sieg für das brasilianische Volk, ein Sieg für die bestohlenen Rentner.“ Er erklärte, 60 Tage seien für den Abschlussbericht ausreichend. Die CPMI steht im Zusammenhang mit Skandalen um die Banco Master und den Banker Daniel Vorcaro, der in der Aufsichtsbehörde der Bundespolizei in Brasília inhaftiert ist. Viana kritisierte die fehlende Reaktion des STF auf eine gerichtliche Funktionsnummer, die Vorcaro kontaktierte, und schloss eine zwangsweise Vorführung seiner Ex-Verlobten Martha Graeff bis zur förmlichen Zustellung aus, da sie in den USA wohnt.