Die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Michoacán hat 16 Haftbefehle gegen ehemalige Beamte erwirkt, darunter der frühere Gouverneur Silvano Aureoles Conejo, wegen qualifizierten Mordes, Amtsmissbrauchs und Folter im Zusammenhang mit dem Einsatz in Arantepacua im Jahr 2017.
Die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Michoacán gab bekannt, dass sie 16 Haftbefehle gegen ehemalige Staatsbedienstete, einschließlich des Ex-Gouverneurs Silvano Aureoles Conejo, erwirkt hat. Die Haftbefehle beziehen sich auf die Ereignisse vom 5. April 2017 in Arantepacua, Gemeinde Nahuatzen, bei denen staatliche und kommunale Polizeikräfte eingriffen, um einen Protest niederzuschlagen, der aus einem Gebietsstreit mit Capácuaro resultierte. Bei dem Einsatz eröffneten Beamte das Feuer auf Bewohner, töteten vier Personen, darunter einen Minderjährigen, und nahmen 38 Personen fest, denen später Mord und Körperverletzung zur Last gelegt wurden. Die Justizbehörde erließ die Haftbefehle aufgrund einer umfangreichen Ermittlungsakte mit ausreichenden Beweisen, die durch Feldforschung und Expertenanalysen gesammelt wurden. Die Staatsanwaltschaft bekräftigte ihr Engagement im Kampf gegen Straflosigkeit und bei der Erfüllung der Forderungen der Opfer. „Diese Beschlüsse entsprechen dem institutionellen Engagement, Straflosigkeit zu bekämpfen, den Zugang zur Justiz zu garantieren und auf die legitimen Forderungen der Opfer zeitnah zu reagieren“, erklärte sie in einer offiziellen Pressemitteilung. Sie fügte hinzu: „In Michoacán wird Gerechtigkeit mit Fakten geschaffen.“ Die überwiegend indigene Gemeinschaft von Arantepacua fordert seit fast neun Jahren durch Märsche und Proteste Gerechtigkeit. Die Generalstaatsanwaltschaft des Bundes nahm Ermittlungen auf, doch die Fortschritte blieben begrenzt, was die Bewohner dazu veranlasste, eine autonome Sicherheitsgruppe namens Kuáricha zu bilden. Aureoles Conejo gilt derzeit als flüchtig und wird von den Ermittlern gesucht.