Die Kenya National Chamber of Commerce and Industry (KNCCI) hat ein neues Vertretungsbüro in Dubai eröffnet, um den Handel mit Ländern des Nahen Ostens zu stärken, insbesondere für Agrarprodukte wie Avocados. Die Initiative soll Betrug und Zahlungsverzögerungen verringern, die kenianischen Händlern erhebliche Verluste bereiten.
Die Eröffnung des neuen KNCCI-Vertretungsbüros in Dubai fand letzte Woche statt, begleitet von einer offiziellen Veranstaltung in Nairobi. Das Büro soll die Geschäftsbeziehungen zwischen Kenia und nahöstlichen Ländern stärken und sich auf landwirtschaftliche und viehhaltungsbasierte Produkte konzentrieren. Avocadoexporteure sollen davon insbesondere stark profitieren.نن KNCCI schätzt, dass jährlich 156 Container Fracht in den VAE verloren gehen und der Viehsektor Zahlungen für 25 bis 30 Prozent der an VAE und Saudi-Arabien verkauften Waren vermisst. Dies verursacht Verluste in Höhe von 6 Milliarden Sh pro Jahr. „Im Viehsektor wurden 25 bis 30 Prozent der an VAE und Saudi-Arabien verkauften Waren nicht bezahlt. Rechnet man es durch, ergibt das einen geschätzten Verlust von 6 Milliarden Sh jährlich“, sagte KNCCI-Präsident Dr. Erick Rutto.نن Das Büro wird Unterstützung vor Ort bei Streitbeilegungen, Marktdaten-Zugang und Handelserleichterung bieten. Dubai dient als Schlüsselgateway zum Nahen Osten und Asien. Die Avocado Society of Kenya hat die Initiative begrüßt. „Seit vielen Jahren leiden Exporteure unter massiven Verlusten durch verzögerte Zahlungen und ungelöste Streitigkeiten... Die Eröffnung des KNCCI-Büros wird dem Avocadosektor Erleichterung bringen“, sagte CEO Ernest Muthomi.نن Kenia gehört zu den führenden Avocadoexporteuren Afrikas, mit den VAE als wichtigstem Markt. Die Gesellschaft hat über 160 Mitglieder, die in die VAE exportieren, und der Wettbewerb hat zugenommen.