Das National Financial Ombud Scheme (NFO) wies den Versicherungsanspruch eines Hausbesitzers für eine eingestürzte Grenzmauer zurück und führte den Schaden auf Abnutzung statt auf extremes Wetter zurück. Der Fall unterstreicht die Pflicht der Versicherungsnehmer, ihre Immobilien zu warten, auch wenn sie vorhandene Probleme den Versicherern mitgeteilt haben.
Ein Fall, der in diesem Jahr vom südafrikanischen National Financial Ombud Scheme (NFO) bearbeitet wurde, betraf einen Hausbesitzer, der behauptete, seine Grenzmauer sei durch extremes Wetter eingestürzt. Eine Einschätzung des Versicherers ergab, dass der Schaden alt war, die Mauer schon länger schief stand und keine Spuren eines Sturms erkennbar waren. Stattdessen wurde festgestellt, dass die Ursache Abnutzung und allmähliche Verschlechterung waren. Der Hausbesitzer teilte mit, er habe den Versicherer vor Abschluss der Police über Risse informiert und dieser habe die Police ohne Immobilieninspektion akzeptiert. Er legte Google-Street-View-Fotos und Bilder des Sachverständigen vor, doch das NFO stellte fest, dass sich die Risse mit der Zeit verschlimmert hatten. Es urteilte, dass nach Abwägung der Wahrscheinlichkeiten der Schaden nicht auf ein einzelnes plötzliches und unvorhergesehenes Ereignis zurückzuführen sei. Die Mitteilung der Risse entband den Hausbesitzer nicht von seiner Reparaturpflicht. Mamiki Khunou, Adjudikatorin für Sachversicherungen beim NFO, erklärte: „Der Zweck einer kurzfristigen Versicherungspolice ist es, Schäden abzudecken, die durch ein einzelnes, plötzliches und unvorhergesehenes Ereignis entstanden sind.“ Sie ergänzte, dass Versicherungsnehmer sich mit den Bedingungen vertraut machen müssten. Wynand van Vuuren von King Price Insurance wies auf Ausschlüsse für allmähliche Schäden durch mangelnde Wartung hin und riet zu regelmäßigen Kontrollen wie dem Reinigen von Dachrinnen und dem Ausbessern von Rissen. Ryno de Kock von PSG Insure betonte, dass Policen Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Schäden vorschreiben und die Bedingungen je nach Risikofaktoren wie dem Standort variieren.