Noah Dejanović kämpft für Früherkennung von Kindesmissbrauch durch Lehrer

Noah Dejanović erlitt als Kind sexualisierte Gewalt durch seine Mutter und floh mit elf Jahren von zu Hause. Heute engagiert er sich als 22-Jähriger dafür, dass angehende Lehrer Anzeichen von Missbrauch besser erkennen lernen. In Seminaren an Universitäten wie in Halle sensibilisiert er Studierende für das Thema.

Noah Dejanovićs Leben änderte sich dramatisch, als seine Eltern sich trennten und er bei seiner Mutter aufwuchs. Mit elf Jahren erlebte er eine traumatische Szene: Seine Mutter zwang ihn, mit ihr einen Porno zu schauen, hielt ihn fest und drohte, ihm das Genick zu brechen. Er wehrte sich und floh in sein Zimmer. Die Schule wurde für ihn ein sicherer Hafen, doch er wurde zurückgezogen und abwesend. Rückblickend wünscht er sich, dass Lehrer ihn angesprochen hätten: „Noah, du wirkst irgendwie auf mich abwesend oder zurückgezogen in letzter Zeit, ich mache mir Sorgen. Ist irgendwas los?“

Heute setzt sich Dejanović für eine bessere Ausbildung angehender Lehrer ein. Statistisch erleben ein bis zwei Kinder pro Klasse sexualisierte Gewalt, und das Innenministerium verzeichnete 2023 16.354 Fälle. Innenminister Alexander Dobrindt betonte: „Die Zahlen sind hoch, sehr hoch.“ Viele Vorfälle bleiben jedoch ungemeldet, da Missbrauch ein Tabuthema ist. Im Lehramtsstudium fehlt das Thema weitgehend; Seminare wie das in Halle sind freiwillig. Gemeinsam mit Katja Sturm vom Kinderschutzbund erklärt Dejanović Warnsignale: Aggression, Selbstverletzungen, plötzliche Gewichtsveränderungen.

Dejanović, der Lehrer werden will, wurde vom Deutschen Hochschulverband zum Studenten des Jahres 2025 gekürt. Er erzählte seinen Vater per Zettel und kämpfte vor Gericht mit der Sprache. Nach seinem Vortrag vor 250 Studierenden in Halle fühlte er sich erschöpft, aber erfüllt: „Diese Selbstwirksamkeit, im Sinne von: Ich trage irgendwie dazu bei, dass anderen Kindern und Jugendlichen so etwas nicht passiert oder dass ihnen früher geholfen wird, das ist ein unheimlich gutes Gefühl.“ Dank Therapie kann er offen sprechen und plant, mehr Universitäten zu besuchen. Studierende wie Saskia Siemonsen und Tarek Zimmermann schätzen den Input, fordern aber mehr Integration ins Studium. Grundschullehrerin Julia Zeugner bedauert die geringe Beteiligung: „In jeder Klasse haben Kinder solche Probleme.“

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