Paste Magazine hat eine Liste von 10 Musikakten zusammengestellt, die den unheimlichen und eklektischen Geist von David Lynchs Twin Peaks einfangen. Die Empfehlungen greifen auf die typische Mischung der Serie aus Mysterium, Melodram und atmosphärischen Klanglandschaften zurück. Nach Lynchs jüngstem Tod ehrt der Artikel sein Erbe durch zeitgenössische Künstler, die zu den ikonischen Roadhouse-Szenen der Serie passen.
Der Tod von David Lynch im vergangenen Monat hat zu Reflexionen über sein einflussreiches Werk geführt, insbesondere die Kult-TV-Serie Twin Peaks, die den Autor als Teenager mit ihrer Mischung aus Mysterium, Seifenoper und komödiantischen Elementen fesselte. Die musikalische Grundlage der Serie, geprägt durch die Zusammenarbeit von Lynch mit Komponist Angelo Badalamenti, beschwört den nebligen Pazifischen Nordwesten durch gespenstische Themen und Roadhouse-Auftritte herauf. In Twin Peaks: The Return verankerten diese musikalischen Zwischenspiele die Erzählung inmitten ausgedehnter Schauplätze wie New York und Montana. Der Artikel kategorisiert Twin-Peaks-codierte Bands in ätherische Sängerinnen, die an Julee Cruise erinnern, Roadhouse-ähnliche Rockabilly- und Dream-Pop-Akte wie The Cactus Blossoms und Chromatics sowie synth-getriebene Klänge, die Badalamentis Scores widerspiegeln. Ohne offensichtliche Wahl wie das Twin-Peaks-Album von Xiu Xiu oder Return-Performer listet er 10 Akte alphabetisch auf. Boy Harsher, ein Duo aus Georgia, liefert Dark-Wave-Melancholie ähnlich wie der Soundtrack der Serie und inszenierte 2022 den Horrorfilm The Runner. Das niederländische Duo Donna Blue, benannt nach der Figur Donna Hayward, verbindet psychedelischen Sleaze der 1960er mit Yé-Yé-Einflüssen; ihre Alben Dark Roses (2022) und Into the Realm of Love folgten. Die irische Psych-Folk-Künstlerin Elaine Malone beschwört mit ihrem 2023er Album Pyrrhic schattige Reiche herauf, unterstützt durch Projekte wie Mantua. Jerkcurb (Jacob Read) bietet romantischen Twang auf Air Con Eden von 2019 mit jüngsten Touren neben King Krule. Mason Ramsey kanalisiert amerikanisches Mittel des 20. Jahrhunderts durch Rockabilly auf seinem Debüt I’ll See You in My Dreams. Rachels Lavelle aus Dublin webt traumhafte Töne auf Big Dreams, hervorgehoben durch den Track Sleepy Gal. Der Schweizer Reverend Beat-Man liefert gritty Blues für zwielichtige Bar-Szenen, bekannt für eine Cover-Version für den Righteous-Gemstones-Soundtrack. Das schwedische Synthpop-Duo Sally Shapiro evoziert flüchtige Schönheit. Seattles Scntfc (Andrew Rohrmann) erkundet atmosphärische Electronica auf den Soundtracks zu Broken Circle und Oxenfree von 2020. Shana Cleveland von La Luz taucht in albtraumhaften Psych-Folk auf Night of the Worm Moon von 2019 ein, mit Lyrics wie „I’ve always been here / Stuck inside the wall“. Geschrieben von Clare Martin, Associate Music Editor bei Paste, lädt der Beitrag Leser ein, die Musik mit Kaffee und Kirschtorte für ein immersives Erlebnis zu kombinieren.