Paste Magazine listet Top-10-Lieder von Liz Phair

Paste Magazine hat eine Rangliste der 10 besten Songs der Indie-Rock-Künstlerin Liz Phair zusammengestellt, zum 15. Jubiläum ihres Albums *Somebody’s Miracle* von 2005. Die Liste hebt Tracks aus ihrem Debüt *Exile in Guyville* und darüber hinaus hervor und betont ihren direkten Lyrizismus sowie ihren Einfluss auf moderne Musiker. Phairs Musik, bekannt für ihre Ehrlichkeit zu unangenehmen Themen, findet weiterhin Anklang bei neuen Generationen.

Liz Phair avancierte zu einer Schlüsselfigur des Indie-Rocks der 1990er mit ihrem Debütalbum Exile in Guyville von 1993, das rohe Lyrik mit unverblümten Erkundungen von Sexualität und Beziehungen verband. Dieses Durchbruchswerk sowie ihre folgenden Veröffentlichungen etablierten sie als einflussreiche Songwriterin, deren Offenheit den Weg für Künstler wie Soccer Mommy und Snail Mail ebnete. Zum 15. Jubiläum ihres Albums Somebody’s Miracle von 2005 hat Paste Magazine ihre Top-10-Songs bewertet, darunter unterschätzte Tracks und Fan-Favoriten. Die Liste beginnt mit „Shitloads of Money“ aus ihrem Album Whitechocolatespaceegg von 1998, einer überraschenden Gangster-Erzählung im Stil einer filmischen Ballade. Höher platziert fängt „Red Light Fever“ die Angst der Unentschlossenheit mit Zeilen wie „Playing on both sides of the net / Too many people want too many things“ ein und mündet in einem starken Gitarren-Solo. „Why Can’t I?“ brachte Phair Anfang der 2000er Mainstream-Aufmerksamkeit durch Radio-Play und ist nach wie vor ein Karaoke-Klassiker. Aus Exile in Guyville führte „Never Said“ sie mit dem eingängigen Refrain „I never said nothing“ ein, während „Fuck and Run“ Sexualität kühn ansprach und zu den Grenz sprengenden Künstlerinnen der Ära passte. „Strange Loop“, der Abschluss des Albums, weist wechselnde Tempi und geschichtete Gitarren auf. „Flower“ sticht durch radikale Sinnlichkeit heraus, mit provokativen Zeilen wie „I want to fuck you like a dog / I’ll take you home and make you like it“ und „I’ll fuck you till your dick is blue“. „Polyester Bride“ bietet einprägsame Bilder, einschließlich „I asked Henry, my bartending friend, if I should bother dating unfamous men“, verstärkt durch geschichtete Vocals. „Supernova“ aus Whip-Smart von 1994 liefert schwere Rock-Energie und selbstbewusste Vocals, ideal zum Moshen. An der Spitze steht „Divorce Song“ aus Exile in Guyville, das Phairs scharfen Witz zeigt: „It’s harder to be friends than lovers / And you shouldn’t try to mix the two / ’Cause if you do it and you’re still unhappy / Then you know that the problem is you.“ Diese Retrospektive unterstreicht Phairs bleibendes Erbe in der Musik, das Verletzlichkeit mit Schärfe verbindet.

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