Die Generalstaatsanwaltschaft (PGR) übermittelte am Donnerstag (18.) dem Obersten Bundesgericht (STF) eine Stellungnahme gegen die Aussetzung des Dosimetrie-Gesetzes, das die Strafen für die am 8. Januar 2023 verurteilten Täter, darunter Jair Bolsonaro, reduzieren könnte.
Generalstaatsanwalt Paulo Gonet verteidigte die Gültigkeit des vom Nationalkongress verabschiedeten Gesetzes. Er argumentierte, dass der Text die Begünstigten nicht individualisiere und der Kongress die Autonomie habe, Strafpolitiken festzulegen.
Gonet erklärte, dass die Regel lediglich die Kriterien für die Strafzumessung und den Strafvollzug ändere, ohne die Strafbarkeit aufzuheben oder die Tatbestandsmäßigkeit von Verbrechen zu beseitigen. Die Stellungnahme wurde an Richter Alexandre de Moraes übermittelt, den Berichterstatter der Klagen gegen das Gesetz.
Die Klagen wurden unter anderem von Parteien wie PSOL, Rede, PT, PDT, PV und PCdoB sowie der Brasilianischen Pressevereinigung eingereicht. Moraes hatte die Anwendung des Gesetzes im Mai bis zu einer endgültigen Entscheidung im Plenum ausgesetzt. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte zuvor bereits die Verfassungswidrigkeit der Regelung verteidigt.