Staatsanwälte erheben Anklage und fordern 14 Jahre für Monsalve in Vergewaltigungs- und Missbrauchsfall

Nach der zu Monatsbeginn angekündigten Einstellung der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Metropol-Nord-Zentral den ehemaligen Staatsuntersekretär Manuel Monsalve wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs formell angeklagt und 10 Jahre für Vergewaltigung sowie 4 Jahre für Missbrauch gefordert. Die Verteidigung strebt die Wiederaufnahme an, eine Verhandlung ist für den 20. Januar 2026 angesetzt.

Staatsanwalt Xavier Armendáriz schilderte die Anklagepunkte aus Vorfällen am 22.-23. September 2024 im Restaurant Ají Seco Místico und im Hotel Panamericano in Santiago, wo Monsalve die Opferin angeblich bewusstlos vergewaltigt und sie am nächsten Tag ohne Einwilligung missbraucht haben soll.

Aufbauend auf der nach über einem Jahr (eröffnet am 14. Oktober 2024) abgeschlossenen Untersuchung umfasst die Anklage 89 Zeugen —wie Präsident Gabriel Boric und ehemalige Innenministerin Carolina Tohá—, 105 Dokumente, 19 Sachverständigengutachten und 113 weitere Beweismittel. Monsalve, zuvor in Untersuchungshaft und nun in Hausarrest, muss mit der Prozessvorbereitung rechnen, falls der Antrag der Verteidigung auf Wiedereröffnung scheitert.

Verteidiger Víctor Providel fordert zusätzliche Verfahren zur Feststellung der Unschuld, wie zuvor nach Kenntnisnahme der Einstellung über Medienberichte angekündigt.

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