Der Principal Secretary für Grundbildung Julius Bitok hat die sofortige Wiedereinschulung einer 10. Klasse-Schülerin an der Lwak Girls High School angeordnet, die angeblich wegen Tragens eines Hijabs relegiert wurde. Er bezeichnete die Handlung als diskriminierend und verfassungswidrig. Die Anweisung erfolgte während seines Auftritts vor dem Fachkomitee des Nationalen Parlaments für Bildung.
Der Principal Secretary für Grundbildung Julius Bitok hat die sofortige Wiedereinschulung von Samira Ramadhan, einer 10. Klasse-Schülerin an der St Mary's Lwak Girls High School in Siaya, angeordnet, die angeblich am 20. Februar den Zutritt verweigert wurde, nachdem sie sich geweigert hatte, ihren Hijab abzunehmen. Samiras Eltern erklärten, die Schule habe sie einen Monat nach ihrer Anmeldung relegiert und damit ihre Religionsfreiheit verweigert. Die Schülerin behauptete außerdem, dass muslimische Schülerinnen an der Schule gezwungen werden, an der katholischen Messe teilzunehmen und ihre bevorzugten Gebete nicht verrichten dürfen. Bitok erteilte den Befehl am Donnerstag, dem 26. Februar 2026, während seines Auftritts vor dem Fachkomitee des Nationalen Parlaments für Bildung, wo ein Komiteemitglied sagte: „Es gibt einen gemeldeten Vorfall an der St Mary's Lwak Girls in Siaya, wo eine muslimische Schülerin, die in die 10. Klasse gewechselt ist, die Erlaubnis erhalten hat, ihren Hijab zu tragen.“ Bitok antwortete: „Es sollte keinerlei Diskriminierung in Religions- und Glaubensfragen geben, das ist sehr klar. In diesem Moment wurde das Mädchen aus der Schule entfernt, aber ich werde sicherstellen, dass das Mädchen sofort wieder in die Schule geht.“ Gleichzeitig kritisierte der Gesundheitsminister Aden Duale die Schulleitung und bezeichnete den Vorfall als Verletzung der durch die Verfassung geschützten Religionsfreiheit. „Ein muslimisches Mädchen kann einen Hijab tragen und zur Schule gehen. Die Gerichte in unserem Land haben gegen solche Verletzungen entschieden“, sagte Duale. Der Vorfall ereignet sich inmitten des Befehls von Präsident William Ruto, alle 10. Klasse-Schüler aufzunehmen, auch ohne Uniform oder Gebühren. Es ist jedoch nicht der erste; 2025 wurden zwei religiös gesponserte Schulen beschuldigt, Schülerinnen wegen Tragens von Hijabs nach Hause zu schicken.