Oppositionsführer Rahul Gandhi hat am Dienstag nach einer hochrangigen Sitzung zur Auswahl des nächsten CBI-Direktors eine formelle schriftliche Stellungnahme eingereicht, in der er seinen Widerspruch erklärt. Er bezeichnete das Auswahlverfahren als voreingenommen und betonte, dass der Oppositionsführer kein bloßes Abnickorgan sei.
Das aus drei Mitgliedern bestehende Auswahlkomitee traf sich am Dienstagabend in der 7 Lok Kalyan Marg. Premierminister Narendra Modi, der Oberste Richter Indiens Surya Kant und Rahul Gandhi diskutierten über die Nachfolge von Praveen Sood, dessen verlängerte Amtszeit am 24. Mai endet.
Gandhi erklärte, ihm seien keine umfassenden 360-Grad-Berichte zu den Kandidaten vorgelegt worden; von ihm sei erwartet worden, die Unterlagen von 69 Beamten erst während der Sitzung zu prüfen. In seinem Widerspruchsschreiben hielt er fest: "Der Oppositionsführer ist kein bloßes Abnickorgan. Ich kann meine verfassungsmäßige Pflicht nicht durch die Teilnahme an diesem voreingenommenen Verfahren vernachlässigen."
Zudem warf er der Regierung vor, das CBI gegen politische Gegner zu instrumentalisieren. Zu den in Betracht gezogenen Namen gehören Parag Jain, Shatrujeet Singh Kapoor und Sadanand Date. Ein endgültiger Name wurde noch nicht bekannt gegeben.