US-Skirennläufer Ryan Cochran-Siegle erzielte die beste Zeit im ersten Herren-Abfahrtstraining vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina. Die Session fand am anspruchsvollen Hang Stelvio in Bormio, Italien, am 4. Februar 2026 statt. Ein norwegischer Skifahrer wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, nachdem er abgestürzt war.
Das erste offizielle Training für das Herren-Abfahrtrennen fand am 4. Februar 2026 in Bormio, Italien, statt und legte den Grundstein für die Olympischen Winterspiele Milano-Cortina 2026. Der US-Skirennläufer Ryan Cochran-Siegle, Silbermedaillengewinner im Super-G 2022 und Sohn der olympischen Slalommeisterin von 1972 Barbara Ann Cochran, führte das Feld mit der besten Zeit an. Er war 0,16 Sekunden vor Italiens Giovanni Franzoni und 0,40 Sekunden schneller als der Schweizer Marco Odermatt. Kanadas Jeffrey Read landete auf Platz 10, 1,37 Sekunden hinter Cochran-Siegle, während Teamkollegen Cameron Alexander und Brodie Seger auf den Plätzen 20 und 21 landeten, mehr als zwei Sekunden zurück. Jack Crawford wurde 28. und Riley Seger 34. Die Session unterstrich die Anforderungen der Stelvio-Piste: 3.230 Meter lang, mit 986 Metern Höhenunterschied, maximal 63 Prozent Steigung und Geschwindigkeiten bis 140 km/h. Beschattete Abschnitte und gnadenloses Gelände machen sie zu einer der härtesten Olympiastrecken der letzten Jahrzehnte. Der Tag wurde von einem Vorfall mit Norwegens Fredrik Moeller überschattet, der mittig nach einem missglückten Kurvenbogen abstürzte. Der 25-Jährige, der kürzlich von drei gebrochenen Wirbeln im Dezember genesen war, stand auf, schien aber eine ausgekugelte Schulter zu haben. Er wurde per Helikopter ins Krankenhaus in Sondrio geflogen. Bormio, ein regelmäßiger Weltcup-Ort, erlebte ähnliche Vorfälle im Dezember 2024, einschließlich eines, das eine Hirnoperation erforderte. Dieses Training ist das erste von dreien vor dem Rennen am Samstag. Teilnehmer kamen aus mehreren Nationen, darunter Monacos Arnaud Alessandria, Österreichs Lukas Feurstein, Kanadas James Crawford, Lettlands Elvis Opmanis, Schweiz' Stefan Rogentin und Alexis Monney, Italiens Dominik Paris, Norwegens Adrian Smiseth Sejersted, Deutschlands Simon Jocher, Sloweniens Martin Cater, US-Amerikaners Bryce Bennett und Schweiz' Niels Hintermann.