Der Roguelike-Shooter Saros von Housemarque ist auf sozialen Medien zum Ziel einer Desinformationskampagne geworden. Kritiker behaupteten fälschlicherweise, das Spiel enthalte eine Handlung, in der ein Mann von seiner Ehefrau wegen einer lesbischen Beziehung betrogen werde. Die Behauptungen stützen sich auf KI-generierte Bilder und geben die tatsächliche Handlung falsch wieder.
Ein inzwischen gelöschter X-Beitrag von @pirat_nation behauptete, Saros beinhalte „eine Handlung, in der ein betrogener Ehemann von seiner Frau verlassen wird, die sich einer lesbischen Frau zuwendet.“ Der Beitrag enthielt ein manipuliertes Bild, auf dem Arjun, die Ehefrau des Protagonisten Nitya, Kayla, ein Besatzungsmitglied, umarmt. Laut Spielern, die den Inhalt analysiert haben, tauchen Nitya und Kayla im Spiel jedoch nie gemeinsam auf und kennen sich nicht. Junkster (@Junksterrr) bezeichnete das Bild am 2. Mai 2026 als „zu 100% gefälscht und KI-generiert“ und merkte an, dass es die Geschichte von Housemarque verunglimpfe. (Bildhinweis: pic.twitter.com/P131twDQvA aus dem Beitrag. Hinweis: Dies ist ein Platzhalter; das eigentliche Bild ist nicht zugänglich. Es ist kein Bild beigefügt.) Die tatsächliche Handlung von Saros zeigt, wie Arjun auf dem Planeten Carcosa nach Nitya sucht, nachdem ihre Expedition schiefgegangen ist. Später stellt sich heraus, dass Arjun ein alkoholkranker und emotional missbräuchlicher Partner war, der sie betrogen hatte. Nitya verließ ihn noch vor den Ereignissen des Spiels, um ein besseres Leben zu suchen, und schloss sich der ersten Echelon-Crew auf Carcosa an, wo durch Zeitverzerrungen Jahrhunderte vergehen können. In dieser langen Zeit, in der Arjun nur noch eine ferne Erinnerung war, findet Nitya eine neue Partnerin. Sie hatte die Beziehung aufgrund des Missbrauchs bereits hunderte Jahre zuvor beendet und war weitergezogen, was den Behauptungen eines Verrats oder eines „Verlassens für eine andere“ widerspricht. Die Kampagne hat sich durch weitere KI-generierte Bilder, die Saros als „Cuck-Simulator“ bezeichnen, sowie durch andere Rhetorik, die seit dem 4. Mai 2026 im Internet verbreitet wird, noch verschärft.