Sony hat angekündigt, ab Januar 2028 die Herstellung physischer PlayStation-Discs zu beenden. Dieser Schritt bedeutet, dass zukünftige Veröffentlichungen ausschließlich in digitalen Formaten erscheinen werden. Ein neuer Bericht zeigt, dass physische Kopien historisch betrachtet günstiger waren als die Preise im digitalen Store.
Sony Interactive Entertainment hat die Änderung Anfang des Monats bestätigt. Alle neuen Spiele von Sony sowie von Drittanbietern werden nach diesem Datum ausschließlich digital erhältlich sein. Ein Bericht von Tweakers analysierte vier Jahre PS5-Preisdaten in den Niederlanden. Er ergab, dass die Einzelhandelspreise im Laufe der Zeit in der Regel sinken, während die Preise im PlayStation Store – abgesehen von zeitlich begrenzten Angeboten – häufig auf dem Niveau des Erscheinungstermins bleiben. First-Party-Exklusivtitel wie Ratchet & Clank: Rift Apart blieben über Jahre hinweg zum vollen Preis gelistet. Branchenexperten bezeichneten die Entscheidung als schweren Schlag für den physischen Einzelhandel. Chris Dring von The Game Business nannte sie angesichts der anhaltenden physischen Verkaufszahlen überraschend. Rhys Elliot von Alinea Analytics merkte an, dass der Gebrauchtmarkt das Überleben von Fachgeschäften bisher ermöglicht hat. Hunderttausende Menschen unterzeichneten eine Petition gegen diesen Wechsel. Analysten gehen davon aus, dass Sony einen größeren Anteil pro Verkauf einbehalten wird; Schätzungen zufolge liegt dieser bei einem typischen 70-Dollar-Titel bei bis zu 54 Prozent.