Ein Bundesrichter hat eine Sammelklage abgewiesen, in der Spotify vorgeworfen wurde, Bot-Manipulationen auf seiner Plattform zu ignorieren. Die Klage wurde von dem Rapper RBX angeführt und konzentrierte sich stark auf die Abrufzahlen von Drake.
Die Bundesrichterin Josephine Stanton aus Kalifornien wies den Fall in einem Urteil vom 22. Juni zurück. Sie kam zu dem Schluss, dass RBX nicht nachweisen konnte, dass der entstandene Schaden die Gründe für Spotifys Streaming-Richtlinien überwiegt.
Die Klage machte geltend, Spotify habe fahrlässig gehandelt und gegen das kalifornische Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verstoßen. Stanton entschied jedoch, dass die Kläger nicht belegen konnten, dass Spotify verpflichtet sei, künstliches Streaming zu unterbinden.
Im Mittelpunkt der Klage stand Drake; dabei wurde angeführt, dass ein nicht unerheblicher Teil seiner 37 Milliarden Streams von Bot-Accounts stamme. Dies habe andere Künstler Einnahmen in Millionenhöhe gekostet.
RBX plant, innerhalb von 20 Tagen eine geänderte Klageschrift einzureichen. Drake hat 2024 eine separate Klage gegen Spotify und die Universal Music Group wegen angeblicher Streaming-Manipulationen im Zusammenhang mit Kendrick Lamar eingereicht.