Schwedens Damkronorna lieferten einen dominanten 6-1-Sieg gegen Gastgeber Italien im zweiten Gruppenspiel bei den Olympischen Spielen. Der Sieg hob die Tiefe des Teams und Schlüssel-Leistungen mehrerer Spielerinnen hervor. Mit zwei Siegen ist Schweden gut positioniert, um die Gruppe zu gewinnen.
Das schwedische Frauennationalteam im Eishockey, bekannt als Damkronorna, startete stark in die Olympiakampagne mit einem 4-1-Sieg gegen Deutschland im Auftaktspiel, Tore von Lina Ljungblom (zwei), Thea Johansson und Mira Jungåker. Ebba Svensson Träff erhielt erneut das Vertrauen im Tor gegen Italien und parierte Schüsse effektiv nach einem soliden Debüt, bei dem sie 14 von 15 Shots hielt. Die Aufstellung blieb vom Deutschlandspiel unverändert, obwohl Ebba Hedqvist krankheitsbedingt fehlte. Gegen Italien trat die erste Reihe mit Hilda Svensson, Hanna Olsson und Thea Johansson nach einem ruhigeren Turnierstart hervor. Johansson erzielte die 5-1- und 6-1-Tore, während die Reihe kurz nach Italiens einzigem Treffer, das auf 4-1 verkürzte, das entscheidende 4-1 schoss. Sara Hjalmarsson steuerte das 3-0 in der zweiten Periode bei und erhielt Lob vom TV4-Experten Staffan Kronwall. „Sie steht für viel von dieser harten Arbeit – das ist Nummer eins, zwei und drei auf der Prioritätenliste“, sagte Kronwall in der Pause. „Sie geht wirklich in die Bresche.“ Die 27-jährige Stürmerin, die Ende November von Linköping zu den PWHL Toronto Sceptres wechselte, erwies sich als entscheidend. Das Verteidigerpaar Maja Nylén-Persson und Mira Jungåker verankerte die Abwehr, spielte harte Minuten und zeigte Können. Jungåker, die nach dem WM-Junioren-Silber 2023 ihr Olympia-Debüt gab, beeindruckte neben der PWHL-Star Nylén-Persson. Italien mit mehreren nordamerikanischen Spielerinnen startete schnell mit gefährlichen Kontern, verblasste aber, als schwedische Tiefe überwog. Die Gastgeber ermüdeten nach harten Schichten der Top-Reihen und ließen Schweden davonziehen. Torhüterfrage offen: Die junge Ebba Svensson Träff vor Veteranin Emma Söderberg bisher bevorzugt, doch Söderberg könnte gegen Frankreich starten. Dieses Ergebnis nach Deutschlands Sieg über Japan bedeutet, dass Schweden vier Punkte aus den Restspielen gegen Frankreich und Japan braucht, um die Gruppe zu gewinnen und frühe Viertelfinals gegen Mächte wie Kanada oder USA zu vermeiden.