Das schwedische Fraueneishockeyteam verlor das Olympia-Halbfinale 2026 gegen die USA 5–0 in Mailand. Drei schnelle Tore in der zweiten Periode entschieden das Spiel, und ein kontroverser Hit auf Torhüterin Emma Söderberg löste Zorn aus. Nun trifft Schweden auf die Schweiz im Bronzespiel am Donnerstag.
In der Mailänder Sant'Giulia Arena hielt Schweden die USA in der ersten Periode in Schach, als Verteidigerin Cayla Barnes zum 1–0 traf (5:09). Die Schwedinnen hatten nur zwei Schüsse aufs Tor bei 13 der USA, doch Torhüterin Ebba Svensson Träff parierte mehrere Chancen. In der zweiten Periode nutzten die USA einen Powerplay, als Taylor Heise zum 2–0 machte, gefolgt von drei Toren in unter drei Minuten: Abbey Murphy, Kendall Coyne und Hayley Scamurra. Der Stand wurde 5–0, Svensson Träff wurde durch Emma Söderberg ersetzt. Mit knapp vier Minuten Periodenrest traf Murphy Söderberg hinter dem Tor, was zu einer Zweiminutenstrafe für Torhüterstörung führte. Schwedische Verteidigerin Jessica Adolfsson konterte mit einem Schlag auf Murphys Brust, was Roughing-Strafen für beide nach sich zog. Söderberg sagte dazu: „Sie trifft mich direkt am Kopf.“ Adolfsson: „Wenn sie meine Torhüterin anfassen, werden sie es büßen.“ Cheftrainer Ulf Lundberg meinte: „Es geht darum, in so einem Spiel einen vollen Check zu landen, und das schaffen wir nicht. Es geht etwas zu schnell.“ Verteidigerin Mira Jungåker ergänzte: „Wir beenden das Spiel trotzdem mit Würde und haben eine gute dritte Periode.“ Die dritte Periode blieb torlos, Schweden gewann die Schüsse in diesem Drittel. Schweden hat seit dem Silber 2006 in Turin keine Olympia-Medaille mehr gewonnen. Nun wartet die Schweiz im Bronzespiel am Donnerstag, nachdem die Schweiz ihr Halbfinale gegen Kanada 1–2 verloren hat. Experte Jonas Andersson tobte über den Hit: „Das ist eindeutig Spielstraf – ich werde wütend.“ USA-Kapitänin Hillary Knight verteidigte Murphy: „Sie ist nicht da, um zu verletzen.“