Das schwedische Frauenteam brach einen 12-jährigen Viertelfluch, indem es Tschechien 2:0 im olympischen Viertelfinale in Mailand besiegte. Hanna Olsson und Hilda Svensson erzielten die Tore, Torhüterin Ebba Svensson Träff hielt das Tor sauber. Das Halbfinale gegen die USA ist für Montag angesetzt.
Das schwedische Fraueneishockeyteam, die Damkronorna, zog erstmals seit 2014 ins olympische Halbfinale ein, nach einem 2:0-Sieg über Tschechien im Viertelfinale in Mailand. Das Spiel war dramatisch, Tschechien dominierte die erste Periode und schuf zahlreiche Chancen in der schwedischen Zone. Die Schwedinnen blockten Schüsse opferbereit, und die 29 Schüsse, die das Tor erreichten, parierte die 21-jährige Ebba Svensson Träff aus Linköping, die für ihre heldenhafte Leistung gelobt wurde. Hanna Olsson von Frölunda erzielte das 1:0 im Powerplay in der 4:47-Minute der zweiten Periode, Schwedens erste Überzahlsituation. In der dritten Periode wurde ein Tor von Anna Kjellbin wegen Torhüterstörung an Thea Johansson abgewiesen, was zu einer schwedischen Strafe führte. Mit 25 Sekunden Restzeit sicherte Hilda Svensson den 2:0-Endstand ins leere Tor. Die siegreiche Verteidigerin Maja Nylén Persson drückte ihre Freude gegenüber TV4 aus: „Das Gefühl ist unbeschreiblich. So viele Jahre haben wir dafür gekämpft, und jetzt haben wir diesen Schritt geschafft. Ich bin so verdammt stolz auf die Gruppe, wie wir Schüsse blockten, Ebba (Svensson Träff) im Tor ist einfach… Ich habe keine Worte.“ Die Torhüterin selbst sagte: „Was für eine verdammte Gruppe wir haben. Wir können weit kommen“ und „Jetzt legen wir los.“ Der Fluch ist gebrochen nach fünf Viertelfinal-Niederlagen in Folge seit 2022, vier gegen Kanada und eine gegen Finnland. Das letzte Halbfinale war 2014 in Sotschi, wo Schweden Vierter wurde. Das Team hat ein Durchschnittsalter von etwas über 24 Jahren und zeigte robuste Verteidigung und taktische Bewusstheit. Die USA, die Italien 6:0 besiegten, warten im Montags-Halbfinale. Die letzte Medaille war Bronze bei der WM 2007.