Das schwedische Fraueneishockeyteam erlitt eine 5-0-Niederlage gegen die USA im olympischen Halbfinale, geprägt von einem Zusammenbruch in der zweiten Periode. Trotz der Niederlage zeigten Spielerinnen und Trainer Entschlossenheit für das bevorstehende Bronzespiel. Der Fokus richtete sich auch auf einen kontroversen Check gegen Torhüterin Emma Söderberg.
Im olympischen Halbfinale des Damen-Eishockeys in Mailand traf Tre Kronor Dam auf ein starkes US-Team und unterlag letztlich 5-0. Der Match begann mit einer schwierigen ersten Periode für Schweden, in der die USA das Puckbesitz dominierten und viel Zeit in der Offensive-Zone verbrachten. Schweden wirkte gestresst mit dem Puck und räumte ihn oft sofort nach dem Zurückerobern. Der erste Schuss aufs Tor kam erst nach 11 Minuten. Die USA übernahmen die Führung bei 5:09 im Powerplay, als Cayla Barnes hinter Torhüterin Ebba Svensson Träff traf und es nach 20 Minuten 1-0 stand. Schweden fand besser ins Spiel, konnte den zweiten Treffer aber nicht verhindern, der unglücklich und früh kam. Die zweite Periode wurde zum Desaster, als die USA viermal trafen und mit 5-0 in die Pause gingen. Svensson Träff wurde nach dem vierten Goal durch Emma Söderberg ersetzt. In der dritten Periode drückte Schweden und hielt 0-0, doch ein Comeback gegen die Weltmeister war zu ambitioniert. Ein bemerkenswerter Vorfall ereignete sich, als Abbey Murphy von den USA kurz nach ihrem Einsatz mit Söderberg hinter dem Tor kollidierte. Söderberg nannte es einen direkten Headcheck: «Es fühlt sich an, als ob sie mich direkt am Kopf erwischt.» Schiedsrichter stuften es als Schulterkontakt ein und gaben nur zwei Minuten. SVT-Kommentator Jonas Andersson reagierte heftig: «Wenn das kein Headcheck ist, was dann? Ich werde wütend.» Trainer Ulf Lundberg meinte von der Bank, es sah nach Kopf aus, überließ es aber den Richtern. Trotz der Niederlage kam Positivität zum Vorschein. Lundberg lobte den Einsatz: «Ich bin stolz auf die Arbeitsmoral und wie wir nach den schnellen Toren zusammenhielten.» Kapitänin Anna Kjellbin ergänzte: «Ich bin motiviert für das Bronzespiel und glaube, dass wir als Team etwas Gutes erreichen können.» Stürmerin Hanna Olsson betonte den Blick nach vorn: «Bronze wäre riesig. Wir schließen dieses Spiel ab und schauen vorwärts.» Das Bronzespiel findet am Mittwoch gegen den Verlierer des Kanada-Schweiz-Halbfinals statt, wobei Kanada als Favorit gilt.